Kinder in den Libanon gebracht - 42-Jähriger weiter hinter Gittern
Ein 42-Jähriger, der nach der Trennung von seiner Frau die drei gemeinsamen Kinder in den Libanon brachte, bleibt in Untersuchungshaft. Weil er im Prümer Gericht jede Aussage verweigerte, wurde er wieder ins Gefängnis gebracht.
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Prüm. In Handschellen wurde der 42-jährige libanesische Staatsbürger am Donnerstag zur Haftprüfung dem Prümer Amtsgerichtsdirektor Franz-Josef Triendl vorgeführt. Ein kurzer Termin, hinter dem sich allerdings eine dramatische Geschichte auftut: Hintergrund ist eine Anzeige gegen den 42-Jährigen, die seine im Raum Prüm lebende Exfrau erstattet hat. Denn ihr früherer Mann hatte im vorigen Jahr nach der Trennung der Ehepartner die drei gemeinsamen Kinder zu seiner Familie in den Libanon gebracht - entgegen einer bei der Scheidung getroffenen Vereinbarung. Und unter Missachtung des Sorgerechts: Denn da die beiden nur nach islamischem Ritus getrauten Ehepartner nach deutschem Gesetz nicht als verheiratet galten, fiel die Verantwortung für die drei Kinder, zwei Jungen und ein Mädchen, automatisch an die Mutter. Der Angeklagte war Anfang Januar nicht zur Verhandlung erschienen. Zwei Wochen darauf wurde er in seinem Wohnort Bremen verhaftet. "Der Haftbefehl bleibt aufrecht erhalten", sagte Triendl. Die Hauptverhandlung im Prümer Gericht ist am Donnerstag, 1. März. fpl
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