Musikkonzerte sind kein drogenfreier Raum. Eine Veranstaltung deshalb sterben zu lassen, weil ein (geringer) Teil von Besuchern dort nicht nur Bier trinkt, sondern auch illegale Drogen konsumiert, das wäre außerordentlich bedauerlich. Deshalb muss die Frage nach der Verhältnismäßigkeit der Mittel schon erlaubt sein. Kaum denkbar erscheint es, dass nach einer Dorfkirmes jeder Autofahrer ins Röhrchen pusten muss, auch wenn sicher nicht wenige einen zu viel gebechert haben.
Und dennoch: Jeder, der unter Drogen am Steuer sitzt, ist einer zu viel. "Gedopt" Auto zu fahren, ist kein Kavaliersdelikt. Dabei werden auch Menschenleben gefährdet. Das Risiko zu minimieren, ist nicht nur Aufgabe der Polizei. In dem Zusammenhang sind auch die Veranstalter gefragt. Denn sie können im Vorfeld - beispielsweise auf der Homepage - klar signalisieren, dass Drogen nicht erwünscht sind.
Mehr Erfolg haben derartige Bemühungen, wenn sie von der Polizei unterstützt werden. Es bleibt zu hoffen, dass die Polizei das Angebot zur Kooperation künftig wieder annimmt. Möglicherweise ist dann künftig eine "Großaktion" wie diese verzichtbar.
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