Hohe Investitionen in den Straßenbau sind weitgehend bezahlt
Vor dem Hintergrund immenser Investitionen in den vergangenen Jahren etwa in den Straßenausbau ist Merschbach verhältnismäßig gering verschuldet. Verbesserungen der dörflichen Infrastruktur steht daher nichts im Wege.
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Merschbach, einer der kleineren Orte der Verbandsgemeinde Thalfang, liegt idyllisch im Dhrontal. TV-Foto: Ursula Schmieder
Merschbach. Auf den ersten Blick scheint der nur etwa 60 Bürger zählende Ort Merschbach hoch verschuldet zu sein. 80 000 Euro langfristige Verbindlichkeiten plus 40 000 Euro zur Sicherung der Liquidität sind ein großer Batzen.
Doch die Kommune hat in den vergangenen Jahren auch tüchtig investiert. Allein in den Straßenausbau sind rund 500 000 Euro geflossen. Allein diese Zahl macht deutlich, wie leistungsfähig der kleine Ort ist. Aus Sicht des Merschbacher Ortsgemeinderats ist es daher auch vertretbar, weiter in die Infrastruktur zu investieren.
Konkret geplant ist ein Kinderspielplatz hinter dem Gemeindehaus. 15 000 Euro sind dafür im aktuellen Haushaltsplan eingestellt. Ein detailliertes Konzept soll möglichst kurzfristig erstellt werden. Weitere 21 000 Euro fließen in die Straßenoberflächenentwässerung durch die Werke der Verbandsgemeinde und 5000 Euro in ein neues Gesicht für den Platz an der Buswartehalle.
Viel Geld fließt in Umlagen
Bei den laufenden Kosten muss Merschbach wie landesweit viele Kommunen mit einem nicht selbst verschuldeten Defizit leben. 96 000 Euro Erträge reichen nicht aus, um Verpflichtungen wie die an den Kreis Bernkastel-Wittlich und die Verbandsgemeinde Thalfang zu zahlenden Umlagen zu bestreiten. Bei Aufwendungen von insgesamt 128 000 Euro fehlen unterm Strich 32 000 Euro.
In den relativ hohen Ausgaben stecken laut Kämmerer Michael Suska allerdings insgesamt 25 000 Euro für notwendige Arbeiten, die zufällig in einem Jahr zusammen anfallen. So sind jeweils etwa 5000 Euro für den Anstrich der Kapelle und des Gemeindehauses vorgesehen sowie für Friedhofswege und Arbeiten an der Leichenhalle.
Für die Leistungsfähigkeit der Kommune spricht laut Suska ihre Eigenkapitalquote, der Anteil ihres Vermögens an der Bilanzsumme mit allen Aktivposten und Verbindlichkeiten.
Einer der stärkeren Orte der VG
Mit einer Quote von rund 70 Prozent zähle der Ort zu den stärkeren der Verbandsgemeinde Thalfang und stehe gut da. Einen Großteil seines Vermögens, des Eigenkapitals von 930 000 Euro, verdankt Merschbach dem Gemeindewald.
Die vom Ortsgemeinderat beschlossene geringfügige Anhebung der Steuerhebesätze ist Änderungen des rheinland-pfälzischen Innenministeriums geschuldet. Das Finanzausgleichgesetz zwinge Ortsgemeinden gleichzuziehen, wenn sie nicht finanzielle Einbußen hinnehmen wollten, bedauert Michael Suska. urs
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