Mit gefälschtem Ausweis unterwegs: Bundespolizei ermittelt gegen Schleuser
Die Bundespolizei hat auf dem Flughafen Hahn einen 34 Jahre alten Mann, der vom indischen Subkontinent stammt, dingfest gemacht. Der Mann hatte einen gefälschten Ausweis dabei. Während er nun mit der Abschiebung rechnen muss, versucht die Bundespolizei, an den Schleuser heran zu kommen.
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3000 Euro - so viel hat es einen 34-jährigen Mann gekostet, einen gefälschten britischen Reisepass zu bekommen. Ein kleines Vermögen für einen Menschen, der vom indischen Subkontinent stammt. Und nun ist nicht nur das Geld weg - auch das Ziel, für das er die Summe ausgab, rückt für ihn wohl bald in weite Ferne.
Der Mann muss mit seiner Abschiebung rechnen, nachdem er am Montagmittag am Flughafen Hahn aufgeflogen ist. Der Bundespolizei fiel auf, dass das Dokument, wohl echt, mit gefälschten Angaben manipuliert worden war.
Bereits 2006 hatte der Mann Asylanträge in Schweden und Dänemark gestellt. Offenbar erfolglos, da er nun erneut versuchte, nach Europa einzureisen. Diesmal allerdings auf illegalen Wegen. Die Bundespolizei geht davon aus, dass Schleuser hinter der Einreise des Mannes stehen und ihm den Pass besorgt haben. Fast täglich greift die Bundespolizei solche Menschen auf, die illegal in Deutschland und mit falschen Papieren unterwegs sind, sagt Rudolf Höser, Pressesprecher der Bundespolizei in Trier.
Die Masche der Hintermänner: Sie besorgen sich gestohlene Blanko-Ausweise und versehen diese mit den falschen Angaben. Im Einzelfall ist es für die Polizei schwierig, an diese Hintermänner heran zu kommen. Durch ähnliche Fälle aber ergeben sich oftmals Ermittlungsansätze, die zu den Tätern führen.
Für den 34-Jährigen endete die Reise vor dem Haftrichter in Simmern. Der ordnete Abschiebehaft an. Um 3000 Euro ärmer muss er wahrscheinlich zurück in seine Heimat.
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