Im Zuge der Ende der 80er Jahre begonnenen Erweiterung und Sanierung der Kläranlage war 1994 auf dem Gelände ein neues Betriebsgebäude errichtet worden. In diesem ist die Technik der Anlage mit Werkstatt und Gebläsestation untergebracht. Die Ausstattung im alten, Ende der 60er Jahre erbauten 5,4 Meter tiefen und 37 Meter langen Gebäude wird künftig nicht mehr benötigt.
Im Zuge des Umbaus wird im Altbau auch die so genannte Schaltwarte mit ihren an der Wand installierten Messgeräten demontiert. Computer lösen diese Anlagen ab.
In dem Raum, in dem bisher zusätzlich Büro und Aufenthaltsraum untergebracht waren, soll künftig das Meisterbüro eingerichtet werden. Außerdem wird von dort eine Treppe in das noch aufzustockende zweite Geschoss mit Dusche Umkleide- und Aufenthaltsraum hinauf führen.
Bisher mussten die Mitarbeiter dafür mit dem Heizungsraum vorlieb nehmen. Was bleibt, ist das ans Meisterbüro und das künftige Treppenhaus anschließende Labor.
Ebenso wird der jetzige Heizungsraum, aus dem lediglich die Schränke für die Kleidung der Mitarbeiter entsorgt werden, erhalten. Auch die Schlammentwässerung wird dem Umbau nicht weichen müssen.
"Erhalten, was erhaltenswert ist"
Dafür steht jedoch dem abschließenden Abstellraum der Abriss bevor. "Der kommt weg, damit wir eine bessere Verkehrsfläche erhalten", erklärt Schabbach. Der Gebäudetrakt wird dadurch von 37 auf 27 Meter verkürzt. Dass dies nötig ist, macht ein Blick auf die enge Gasse zwischen dem alten Betriebsgebäude und den benachbarten mit Glas überdachten Klärschlamm-Trockenbeeten deutlich, die ein Rangieren der Lastwagen erschwert. Warum die Entscheidung vor Jahren nicht für ein Gebäude mit allen Funktionen, sondern für zwei - eins vor, eins hinter den Trockenbeeten - fiel, hat laut Schabbach seinen guten Grund. "Uns ging es darum, das zu erhalten, was erhaltenswert ist." Was bedeutete, nicht alles unbedingt neu zu machen, sondern unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten erhaltenswerte Anlageteile weiter zu nutzen.
Insgesamt wird der Umbau des Betriebsgebäudes, der auch die Ausstattung mit einem Pultdach auf dem jetzigen Flachdachgebäude vorsieht, voraussichtlich 250 000 Euro kosten. Für die bei Rapperath gelegene zentrale Kläranlage der Einheitsgemeinde sind seit den 90er Jahren rund 3,4 Millionen Euro investiert worden.
Angeschlossen an die Anlage sind derzeit Morbach Bischofsdhron, Hinzerath, Hundheim, Wenigerath, Gutenthal, Odert und der Interkommunale Gewerbepark Hunsrück-Mosel HuMos. Insgesamt unterhalten die Gemeindewerke laut Abwassermeister Markus Roth sieben Kläranlagen plus drei Pumpstationen.
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