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Wohnhaus nach Brand einsturzgefährdet

(Irmenach) Ein Wohnhaus im Hunsrückort Irmenach, in dem es in der Nacht gebrannt hat, ist vom Einsturz bedroht. 100 Feuerwehrleute waren zeitweise im Einsatz.

02.03.2016
2.26 Uhr am Mittwochmorgen:  Im Hunsrückort Irmenach heulen die Sirenen. Die Feuerwehr wird zu einem Kaminbrand in die Trarbacher Straße gerufen. Der einzige Bewohner des Hauses kann sich unverletzt vor Eintreffen der Wehrleute ins Freie retten.  Als diese anrücken, schlagen Flammen aus dem Kamin. Umgehend beginnen die Feuerwehrleute mit den Löscharbeiten, die vom starken Wind erschwert werden.

Durch die große, aufgestaute Hitze im Schornstein und den starken Wind gerät die Außenfassade in Brand. Innerhalb kürzester Zeit breitete sich das Feuer über alle Etagen des Wohnhauses aus, bis das Haus vollständig in Flammen steht. Schnell werden weitere Einsatzkräfte nachalarmiert. Mit mehreren Atemschutztrupps nimmt die Feuerwehr im Inneren des Hauses das Feuer in Angriff. Nach mehr als dreieinhalb Stunden, gegen 6 Uhr, ist das Feuer unter Kontrolle und gelöscht. Damit ist der Einsatz jedoch noch nicht beendet. Schnell steht fest, dass die Wohnhaushälfte akut einsturzgefährdet ist. Das Technische Hilfswerk wird am frühen Morgen hinzugezogen. Die Stützbalken des Wohnhauses ziehen sich ebenfalls durch das nebenstehende Wohnhaus, das noch bewohnt und nicht abgebrannt ist. Es besteht Einsturzgefahr. Daher stützt das THW das Haus sowohl von außen als auch von innen ab.

Der Einsatz könnte sich nach Angaben der Feuerwehr noch bis zum Mittwochabend hinziehen. Während der Löscharbeiten haben die Nachbarn ihre Wohnhaushälfte verlassen, sie sind am Morgen wieder in ihre Wohnung zurückgekehrt. Der Bewohner der abgebrannten Wohnung kam zunächst bei Bekannten unter. Das Haus wird vermutlich abgerissen werden.

Im Einsatz waren zeitweise bis zu 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren Irmenach/Beuren, Lützbeuren, Traben-Trabach, Sohren/Büchenbeuren, Kröv und Wittlich mit Führungsstaffel und Kreisfeuerwehrinspektor, ebenso das DRK aus Traben-Trabach und Morbach, das THW aus Wittlich und die Polizei.

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