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Betroffenheit nach tödlichen Messerstichen in Breit - Haftbefehl gegen 28-jährigen Mordverdächtigen

(Breit) Ein 28 Jahre alter Mann aus der Hunsrück-Gemeinde Breit (Kreis Bernkastel-Wittlich) steht unter Mordverdacht. Er soll seine Lebensgefährtin mit mehreren Messerstichen getötet haben. Auch der Ehemann der Frau wurde verletzt. Gegen den Tatverdächtigen wurde am Abend Haftbefehl erlassen. Die Menschen im Hunsrückort reagieren betroffen.

14.12.2012
Axel Munsteiner/Redaktion
Nichts deutet an dem umgebauten Bauernhaus in der Ortsmitte des Hochwalddorfes Breit (rund 300 Einwohner) darauf hin, dass sich am Donnerstag eine darin eine blutige Tragödie abgespielt hat. Ein 28-jähriger Trierer soll seine fünf Jahre jüngere Freundin im gemeinsamen Haus direkt neben der Kapelle, erstochen haben. Laut Trierer Staatsanwaltschaft kam die 23-jährige Wittlicherin, die zwei kleine Kinder hatte, gegen 19 Uhr in das Haus – gemeinsam mit ihrem Ehemann, von dem sie sich zunächst getrennt hatte, aber nicht geschieden war, und einem weiteren Begleiter. Vielleicht um persönliche Dinge aus der Wohnung zu holen. Oder auch um sich auszusprechen. Als sich der 28-Jährige allein mit der Frau in einem Zimmer befunden hat, soll er zugestochen haben. Mehrmals soll er mit einem Messer auf sie eingestochen haben. Als der Ehemann ihr zu Hilfe eilen wollte, soll er auch auf diesen losgegangen sein und ihn mit dem Messer verletzt haben. Schließlich soll der Begleiter den 28-Jährigen überwältigt und „noch Schlimmeres“ verhindert haben, wie der Leitende Oberstaatsanwalt Jürgen Brauer volksfreund.de sagte. Der Begleiter alarmierte Polizei und Notarzt. Doch der kam zu spät. Wiederbelebungsversuche der Frau blieben erfolglos. Sie starb noch im Haus, in das sie erst ein paar Wochen zuvor mit dem 28-Jährigen eingezogen war.
 
Brauer geht nach den ersten Erkenntnissen davon aus, dass es sich um einen heimtückischen Mord handelt. Womöglich ein Beziehungsdrama aus Eifersucht. Die 23-Jährige soll sich angeblich wieder ihrem Ehemann zugewandt haben.
 
Der 28-Jährige, der wegen Körperverletzung polizeibekannt ist, hatte die Tat in einer ersten Vernehmung eingeräumt, aber laut Brauer nichts zu einem Motiv gesagt. Danach soll er keine weitere Angaben mehr gemacht haben.

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