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aus unserem Archiv vom 24. Mai 2011
Ort: KonzKommentare: Kommentare zeigenDrucken  E-Mail

Deutsche Volkslieder sind wieder gefragt

Deutsche Volkslieder modern arrangiert - mit einem ungewöhnlichen Programm wagt sich der Vokalkreis Konz an eine lange vernachlässigte Musikgattung mit schwierigem Image.

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Konz. "Das deutsche Volkslied hat vom Ruf her einen schweren Stand", sagt Karl Ludwig Kreutz. Der Regionalkantor und Leiter des Konzer Vokalkreises, eines Kammerchors mit ambitionierten Laiensängern, ist allerdings der Meinung, dass das Volkslied einen unverkrampften Zugang verdient habe.
"Zeitgenössische und hoch geachtete Komponisten wie Theo Brandmüller oder Thomas Gabriel haben sich des deutschen Volkslieds angenommen und neue Chorsätze geschrieben", freut sich Kreutz. Jeder dieser neuen Sätze, bei denen die Melodien unverändert bleiben, aber viel Wert auf Rhythmus und Erweiterung des Klangspektrums durch Anleihen bei Jazz und Pop gelegt wird, sei ein "echtes Kleinod". "Diese Art der Präsentation ist ohne Vorbild", sagt Kirchenmusiker Kreutz, der zuletzt schon häufiger Ausflüge ins Genre Jazz gewagt hat.
"Die rund 35 Sängerinnen und Sänger im Konzer Vokalkreis ziehen bei den Proben wunderbar mit", ist auch Vera Quintus begeistert. Sie ist Vorsitzende des Chorrats. Die Background-Stimmen, die rhythmisch belebten Harmonien - all das führe laut Kreutz zu einem besonderen Klangerlebnis.
"Wichtig ist auch, dass wir mit der Aufnahme dieser Lieder ins Repertoire des Chores unsere internationalen Chorfreundschaften noch viel besser pflegen können", erwähnt Kreutz einen weiteren Aspekt.
In anderen Ländern sei das Folkloristische geradezu ein Ausdruck der nationalen Kultur. "Wir stehen ohne dieses Liedgut sehr viel ärmer da", sagt der Musikwissenschaftler. Im Ausland erwarte man von deutschen Chören, dass sie diese Musikgattung vortragen können - eine Erwartung, die meistens enttäuscht werde.
Möglicherweise auch aus diesem Grund ist das deutsche Volkslied ein wichtiger Bestandteil von Chor-Wettbewerben, die der renommierte Deutsche Musikrat ausschreibt. Darüber hinaus schule das Volkslied das musikalische Empfinden, ist sich Kreutz sicher. "Und nicht zu vergessen: In den Liedern sind Gedichte bedeutender Schriftsteller und Lyriker verarbeitet worden", sagt der Regionalkantor. jbo
Das Konzert "Mein Mädel hat einen Rosenmund - Deutsche Volkslieder in neuem Gewand" findet statt am Sonntag, 29. Mai, 19 Uhr, im Auditorium des Kongresszentrums der Europäischen Richterakademie, Metzer Allee 4 in Trier. Eintrittskarten kosten 18 beziehungsweise 12 Euro. Mit dabei das renommierte Ensemble Parlando, Spezialisten für Alte Musik, und das Tanzduo Felizia Roth/Reveriano Camil. Kostenfreie Parkplätze vorhanden. jbo




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