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Achim Weinzen feiert Trier und trifft ins Herz: Eifeler Liedermacher singt Hymne auf die Moselstadt

(Trier) Mit der Bitburger Formation Merlix spielte Achim Weinzen schon im Vorprogramm von BAP und Peter Maffay. Sein Album „Touché“ bietet deutschsprachigen Regio-Pop mit Tiefgang. Damit trifft er nicht nur Trier-Liebhaber ins Herz. Dossier zum Thema: Topthemen

25.11.2014
Von unserem Redakteur Rainer Neubert

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Wenn eine neue Pop-Hymne über die Stadt Trier demnächst ihre Runden macht, ist auch Daniel Bukowski dafür verantwortlich. Denn als Achim Weinzen in dessen Studio auftauchte, um sich selbst zum Geburtstag mit einer oder zwei guten Aufnahmen zu beschenken, wurde schnell mehr daraus. „Achim hat immer mehr Lieder gespielt“, sagt Bukowski, „das musste einfach in eine CD gepackt werden“. 

Welches Potenzial die neue Produktion „Touché“ hat, zeigte sich bereits bei der ersten musikalischen Kostprobe zur Eröffnung der Eisbahn im Oberzentrum. Als Achim Weinzen gemeinsam mit Daniel Bukowski und dem befreundeten Musiker und Marketingexperten Marco Dühr das neue Loblied auf Trier anstimmte, war Oberbürgermeister Klaus Jensen so begeistert, dass er spontan versprach, für dessen Präsentation einen noch besseren Rahmen zu finden. 
Treffer – Touché! So lautet der Begriff für einen Punkt im Fechtsport. „Touché“ ist auch der Titel des neuen Albums von Weinzen. „Es soll Berührung in verschiedenster Form ausdrücken“, sagt der Sänger und Liedermacher aus Bitburg, der mit der deutschsprachigen Formation Merlix vor einigen Jahren bereits Erfolge feierte und im Vorprogramm bei Konzerten von BAP, Brings, Peter Maffay, Jule Neigel oder Zucchero spielte. 

Der Song auf itunes

Nach Solo-CD („Das zweite Ich“) und Gastauftritten in diversen Formationen versuchte sich der Musiker aus der Eifel auch mit Ausflügen in die Gefilde von Hip-Hop und Rap, bevor er in den vergangenen zwei Jahren mit einer Hommage an den deutschen Ausnahme-Barden Reinhard Mey über Land tourte. „Mey im Mai“, so sagt Achim Weinzen, „hat meine Liebe zur eher minimalistischen Musikdarbietung mit Gitarre und Gesang wieder entfacht.“ 

Das Ergebnis dieser wiederbelebten musikalischen Vorliebe prägt das Album „Touché“, das neben vielen ruhigen und nachdenklich stimmenden Liedern in der Tradition von Klaus Hoffmann, Reinhard Mey und Ludwig Hirsch auch die Trier-Hymne und ein ebenso zum choralen Schmettern geeignetes Geburtstagslied enthält. „Ich kann das ewige ,Happy Birthday to you’ einfach nicht mehr hören und habe deshalb eine Alternative dafür geschrieben“, sagt der 49-Jährige mit einem Augenzwinkern. Die Karaoke-Version auf der noch in kleiner Auflage gepressten neuen CD sei durchaus als Anregung zur Anwendung zu verstehen. Weder auf der Eisbahn, noch beim abendlichen Release-Konzert im Casino am Kornmarkt war allerdings die Suche von Achim Weinzen nach einem Geburtstagskind erfolgreich, dem er dieses Stück gerne persönlich gewidmet hätte. Gefallen fand es trotzdem. 

Die wirklich starken Lieder von Weinzen sind aber nicht die Partyhymnen. Es sind die Balladen mit ihren nachdenklich stimmenden, mal traurigen, mal bewusst ironischen Texten, die aufhorchen lassen. Die Sorge des Musikers, dass sein „skurriler Humor“ nicht wirklich ankommen könnte, dürfte unbegründet sein. „Über Bitburg habe ich auch ein Lied geschrieben“, sagt Achim Weinzen, „das war schön, aber das über Trier ist schöner.“ Ob ihm seine Freunde in der Eifel diesen Satz verzeihen, ist allerdings fraglich. 

Daniel Bukowski, Marco Dühr, Alwin Koster, Tobias Kien und Elnaz Salehi, jene Musiker, die bei „Touché“ mitgewirkt haben, brennen auf weitere Live-Auftritte. Gerne dann auch mit Trier-Hymne und Geburtstagslied.
Das Album „Weinzen – Touché“ ist derzeit nur in digitaler Form bei iTunes erhältlich. Die Hauptpressung der CD steht demnächst an.