ausallerwelt/kultur
aus unserem Archiv vom 29. Juni 2012
Autor: Andreas Feichtner Kommentare: Kommentare zeigen Ort: Trier Drucken  E-Mail

Ab ins Kloster!

In jedem Monat präsentiert TV-Redakteur Andreas Feichtner seine persönlichen Konzerttipps. Im Juli zieht es ihn zu Open Airs an historischen Stätten in Trier und in Luxemburg.

Podcast
Fotostrecke
Trier. Das Gehirn ist ein Irrweg, hat Gottfried Benn mal notiert, und der hatte ja meistens recht. Zumindest macht es sich das Teil gerne bequem: Da liest man den Namen Geetali Shankar - und was feuern die Assoziationen? Durch die Synapsen flirren indische Sitar-Klänge, irgendwer im Batikkleid tanzt dazu, dahinter kokeln Räucherstäbchen.
Um vielleicht genau diesen Irrweg zu verhindern, verwendet Frau Shankar längst nur noch ihren zweiten Vornamen - Norah - und den Nachnamen ihrer Mutter, Jones. Die Tochter des Sitar-Virtuosen Ravi Shankar ist musikalisch zwar sehr flexibel, von Jazz-Pop über klassisches Songwriting bis zu den gelungenen Elektronik-Einflüssen auf dem neuen Album. Aber an indische oder bengalische Folklore und Bollywood-Power denkt man bei Norah Jones wohl weniger.

Neue Töne in der alten Abtei


Der Auftritt der 33-Jährigen aus New York am 16. Juli in der Abtei Neumünster in Luxemburg ist einer der Open-Air-Höhepunkte im Juli. Das Konzert ist ausverkauft, für den Auftritt von Bon Iver (17. Juli) an gleicher Stelle gibt es noch Karten. Der Innenhof der aufwendig renovierten alten Abtei im Stadtteil Grund gehört zu den schönsten Open-Air-Plätzen weit und breit, nicht nur wegen der effektvoll illuminierten Felsen im Hintergrund. Früheres Kloster mit (Sandstein-)Felsen im Hintergrund, das kann man auch in Trier haben - auch wenn der Exhaus-Innenhof nicht ganz so luxussaniert wurde wie die Abtei Neumünster. Der Exhaus-Charme passt aber auch besser zu alten Deutschpunk-Legenden wie Slime (20. Juli, Sommerbühne). Am 19. Juli geht\'s im Exhaus etwas weniger wild zu: Dann spielt "Boy" in Trier - auf die beiden Damen aus Hamburg und Zürich können sich derzeit viele Indie- und Mainstream-Fans einigen. Schöner Pop, dürfte sich also lohnen.

Zwei Bühnen, zwei Burgen


Geschichtsträchtig geht es auch im luxemburgischen Befort zur Sache, nahe der deutschen Grenze. Für Rockgeschichte sorgen Blackmore\'s Night (die Band von Ex-Deep-Purple-Gitarrist Richie Blackmore und seiner Frau Candice Night, 20. Juli) sowie Jethro Tull (19. Juli) - für das mittelalterliche Ambiente sorgt die Burg im Hintergrund.
Auch in Saarburg wird die Burganlage zum Schauplatz: Dort spielt Pippo Pollina (7. Juli) und am 8. Juli kommen die New Yorker Blues/Klezmer/Weltmusik-Alleskönner Hazmat Modine.
Eine Premiere gibt es in Trier zudem am 7. Juli im Exhaus-Keller: Dort spielt die angesagte schweizerische Wave-Band The Beauty of Gemina um Sänger, Gitarrist und Keyboarder Michael Sele (anschließend Depeche-Mode-Party).

Extra
Auch in den Clubs und Hallen passiert im Juli einiges: In der Rockhal Esch spielen Grönemeyer (2. Juli), Patti Smith (3.), Gossip (ebenfalls 3.), The Mars Volta (4.), Thees Uhlmann (10.) und M83 (12.) und Blink 182 (14.). Zu Gast im Atelier (Luxemburg-Stadt): Mike & the Mechanics (6. Juli), Bat for Lashes (10.), Far East Movment (13.). Ettelbrück, Deichhal: Milow (12. Juli). Diekirch: Madsen (7. Juli). Saarburg: Huun-Huur-Tu (15. Juli, Kaserne), Quadro Nuevo (21., Fruchtmarkt). Trier: Moonbootica (8. Juli, Zurlauben, beim kostenlosen Electronic-River-Festival). Olkenbach: 27./28. Juli Riez-Open-Air, 28. Juli Willwerath Rock City. AF

 

 



Das könnte Sie auch interessieren:



Kommentare via facebook





Anmeldung
Benutzer: Passwort:
Login merken

Sie haben noch keinen Login? Hier kostenlos registrieren.
Haben Sie Ihr Passwort vergessen?