Enorme Ausdrucksvielfalt: Edin Karamazov hat seine innige Beziehung zur Laute vor rund 100 Zuschauern präsentiert. Im Rahmen des Mosel Musikfestivals stand der Musiker in Trier auf der Bühne.
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Trier. (tab) Bereits zum zweiten Mal hat der Ausnahmemusiker Edin Karamazov sein Können dem Mosel Musikfestival-Publikum gezeigt.
Auf der Laute variierte er unter anderem Stücke von Piccinini, Gaultier und Bach.
Ohne Scheu ließ Karamazov am Samstagabend die rund 100 Besucher des Konzerts an seiner geheimnisvollen Liebe zur Laute, der Königin der Instrumente, teilhaben.
Seine innige Beziehung spiegelte sich nicht nur in der Interpretation von Bachs Toccata et Fuga in d-moll, sondern vor allem in seinem expressiven Gesten- und Mimikspiel. Das in den Stücken von Renaissance-Komponisten wie Zamboni, Piccinini und Gaultier angelegte Leiden und die Einsamkeit im sanften Pianissimo fanden ebenso starken Ausdruck wie das an Free Jazz erinnernde Prestissimo oder die im Allegro präsentierten tänzelnd-wogenden Parts.
Durch die enorme Ausdrucksvielfalt des Instruments Laute ließ Karamazov die Verlassenheit unter dem anatolischen Himmel im zeitgenössischen Stück Koyunbaba (Der Hirte) von Carlo Domeniconi heraufbeschwören.
Ein schwermütiger Abend in d-moll, den Edin Karamazov mit den Worten: "Das ist heute kein Spaß für Sie", kommentierte.
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