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aus unserem Archiv vom 17. Juni 2012
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Ovationen für spritzige Lebendigkeit

Die Blockflötistin Dorothee Oberlinger zählt zu den führenden Musikern ihres Fachs. Zusammen mit dem Ensemble Sonatori de la Gioiosa Marca hat sie ein Feuerwerk der Barockmusik in ihrem Konzert im luxemburgischen Echternach abgebrannt.

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Echternach. "Es ist schon erstaunlich, wie viel Musik in so einem kleinen Stückchen Holz steckt." Das sagte ein Konzertbesucher im Echternacher Trifolion, nachdem Oberlinger die rund 600 Zuhörer mit ihrer "Flautino" verzaubert hatte. Zusammen mit den sieben Mitgliedern des aus dem italienischen Treviso stammenden kleinen Orchesters hatte sie die musikalischen Funken sprühen lassen. Lebensfreude pur gab es unter dem Titel "Il Flauto Veneziano". Natürlich durfte Musik von Antonio Vivaldi dabei nicht fehlen, aber es waren auch etliche Komponisten vertreten, deren Bekanntheitsgrad erheblich niedriger ist. Giorgio Mainerio gehörte dazu, wie auch Giovanni Reali und Marco Uccelini.

Musik wird zum Dialog


Wenn die Sonatori und Oberlinger musizieren, dann beginnt die Musik eine eigene Lebendigkeit zu entwickeln. Dies war auch in Echternach so. Ihr Spiel war kein Ablesen und Umsetzen von Noten, die irgendwann einmal zu Papier gebracht wurden. Die Musik wurde zu einem Dialog. Frisch, aktuell, so als ob sie gerade entstanden wäre.
Nicht selten hatte man den Eindruck eines Frage- und Antwortspiels. Ensemble und Solistin präsentierten sich als ein perfektes Team, dessen Ziel es war, sich hier und jetzt musikalisch auszutauschen. Da bekamen auch die fünf Concerti von Vivaldi eine ganz neue Bedeutung. Allesamt waren sie sattsam bekannt, findet man sie auf unzähligen Einspielungen. Namentlich das Concerto C-Dur, RV 443. In Echternach spitzte man freiwillig die Ohren. Da bekam das Concerto ein neues Gewand, war keine alte Geschichte, sondern quoll über vor Spritzigkeit. Kein Wunder, dass es am Ende stehende Ovationen gab. gkl




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