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Priester vergeht sich an einem Minderjährigen und erstattet Selbstanzeige

(Luxemburg) Ein Priester in Luxemburg erstattet Selbstanzeige. Grund: Er habe sich an einer minderjährigen Person vergangen.

30.09.2014
Dies meldet das erzbischöfliche Ordinariat am Dienstag. Zur Tatzeit der sexuellen Belästigung war das Opfer minderjährig. Als Folge der Selbstanzeige suspendierte der Erzbischof den Priester von seinen pastoralen Aufgaben. Inzwischen wurde die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

Nachdem Anfang 2010 Fälle von sexuellem Missbrauch durch Vertreter der katholischen Kirche in Luxemburg bekannt wurden, hat sich das erzbischöfliche Ordinariat damit beschäftigt die Fälle aufzuarbeiten. Im April 2011 trat ein Leitfaden zum richtigen Umgang bei sexuellem Missbrauch im "kirchlichen Bereich" in Kraft.

So erhalten die Opfer unter anderem eine Entschädigung von bis zu 5.000 Euro von ihren Peinigern, wenn die Tat verjährt und Schadenersatz nicht mehr gerichtlich erwirkt werden kann. Kann oder will der Täter nicht selbst zahlen, springt die Kirche ein.

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