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Mehr als die "kleinen Philharmoniker"

Die Solistes Européens Luxembourg , im allgemeinen Sprachgebrauch SEL genannt, haben seit der Ernennung ihres neuen Chefdirigenten Christoph König im Herbst 2010 einen beachtlichen Aufstieg genommen. Der Klangkörper, der nächstes Jahr seinen 25. Geburtstag feiert, besteht aus Profi-Musikern unterschiedlicher europäischer Orchester, die sich für Konzertprojekte in Luxemburg treffen.
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Über die Saison verteilt gastieren sie mit acht Konzerten in der Philharmonie, sind aber als Einrichtung völlig unabhängig von dem Haus am Kirchberg. Ihr Angebot für die nächsten Monate braucht sich aber hinter den großen Namen in keiner Weise zu verstecken, im Gegenteil: Die SEL könnten der Philharmonie einige Höhepunkte und viele illustre Gäste bescheren.
So konnte das Orchester für Schostakowitschs Cello-Konzert am 18. Februar Mischa Maisky als Solist gewinnen.
Am 18. März spielt Shooting-Star und Echo-Preisträgerin Katia Buniatischwili Brahms\' zweites Klavierkonzert - vor drei Jahren hatte Talentscout Hermann Lewen sie noch beim Mosel Musikfestival im kleinen Kloster Machern.
Wenn am 8. April Cyprien Katsaris für Bachs Klavierkonzert Nr. 3 kommt, dann ist das nicht nur deshalb ein ganz besonderes Konzert, weil der große Pianist als langjähriger Leiter der Echternacher Festspiele so etwas wie ein Heimspiel hat. Katsaris hatte erst im Oktober auf offener Bühne während eines Konzerts einen Schlaganfall erlitten. Er scheint einen Schutzengel gehabt zu haben, denn er hat seine Konzerttätigkeit noch im alten Jahr wieder aufgenommen.
Zum Saison-Finale am 22. April sind dann wieder die Streicher dran: Leila Josefowicz spielt das Violinkonzert von John Adams, eingebettet in verschiedene Varianten des "Bürgers als Edelmann", mal von Rameau, mal von Strauss, rezitiert vom Luxemburger Theater-Urgestein Marc Olinger. DiL


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