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aus unserem Archiv vom 04. Oktober 2012
Autor: Ursula Quickert Kommentare: Kommentare zeigen Ort: Traben-Trarbach Drucken  E-Mail

Bauboom in Traben-Trarbach

Der ehemalige Edeka, die Kellerei Richard Langguth und das Batra-Gebäude zählen zu den Immobilienprojekten, mit denen es in Traben-Trarbach vorangeht. Nicht nur der Wohnungsbau ist derzeit ein beliebtes Feld für Investoren, es entstehen auch neue Ladenräume.

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Traben-Trarbach. Der TV gibt einen Überblick über den aktuellen Sachstand der größten Bauvorhaben in Traben-Trarbach:
Edeka-Markt: Seit vielen Jahren steht die Halle in der Köveniger Straße leer, seitdem Edeka an den Bahnhof gezogen ist. Der 2007 vorgestellte Plan, dort den Discounter Lidl anzusiedeln und fünf Doppelwohnhäuser zu bauen, scheiterte. Ein Teil der Eigentümergemeinschaft blockierte das Vorhaben.
Jetzt stehen die Zeichen gut, dass sich dort etwas tut, denn inzwischen sind Joachim Wintjes, Geschäftsmann aus Essen, und seine Schwester alleinige Eigentümer. "Unser Ziel ist es, das Grundstück möglichst schnell zu veräußern. Wir sind mitverantwortlich dafür, dass dieser Schandfleck bald wegkommt", sagt Wintjes.
Dann wird sich die Frage stellen, ob dort Wohnungen oder ein Geschäft angesiedelt werden. Die Chancen für einen Supermarkt stehen weniger gut, schließlich bemüht sich Trarbach um einen Lebensmittelladen. Anvisierter Standort ist ein Grundstück in der Wildbadstraße (ehemals Autohaus Ziefer), und Interessenten gibt es mit Netto und Norma bereits. Es ist allerdings noch unklar, ob sich ein Ladenneubau dort überhaupt verwirklichen lässt.
Ehemalige Kellerei Richard Langguth: Schon bald wird sich der Stadtrat wohl mit dem Abriss des Gebäudes an der Rissbacher Straße/Wilhelmstraße befassen. Dort sollen "hochwertige, barrierefreie Wohnungen" entstehen, wie Investor Hans-Günter Loch aus Leiningen (Rhein-Hunsrück-Kreis) berichtet. Er ist mit mehreren Firmen in der Immobilienbranche tätig. Der Abriss könnte noch in diesem Jahr über die Bühne gehen. Die Investitionssumme bewege sich im höheren einstelligen Millionenbereich, hieß es zuletzt.
Post: Das seit 2004 leerstehende Gebäude am Brückenkopf ist verkauft und soll umgebaut werden. Nach TV-Informationen sollen dort Wohnungen entstehen, genauere Planungen liegen der Stadt aber noch nicht vor.
Batra-Gebäude: Hier laufen die Bauarbeiten für die Kaiserhof-Passage bereits. Die Ausonius-Gesellschaft plant dort 17 Eigentumswohnungen, eine Tiefgarage und 1200 Quadratmeter Ladenfläche. Interessenten für die Geschäfte gebe es, es seien aber noch keine Verträge unterzeichnet, berichtet Hotelier Matthias Ganter, einer der Geschäftsführer der Gesellschaft. In jedem Fall soll es dort einen Drogeriemarkt geben. Die etwa 3,5 Millionen Euro teuren Bauarbeiten laufen wahrscheinlich noch bis Sommer 2013. In dem einstigen Hotelgebäude war bis 2000 die Firma Batra ansässig.
Moselgalerie: Die Mosel-Hotel Traben KG will den hinteren Teil des Gebäudes zu einer Seminarresidenz umbauen und zum Moselschlösschen-Park hin öffnen. Der Umbau beginnt entweder noch in diesem Jahr oder im kommenden Frühjahr, teilt Ganter mit. Im Zuge dessen wird das Gebäude, in dem unter anderem der Textildiscounter NKD ansässig ist, neu aufgeteilt. Wortwörtlich einen neuen Anstrich soll\'s in diesem Jahr schon geben, um die Optik aufzubessern.
Casino: 1,25 Millionen Euro soll die Sanierung des historischen Gebäudes nach den zuletzt vorgestellten Planungen kosten. Sie sehen eine Dachsanierung vor, eine neue Heizung, neue Stromleitungen, neuen Fußboden, Anstrich und Verputz. Außerdem soll an das Gebäude ein Fluchttreppenhaus mit einem behindertengerechten Aufzug angebaut werden.
Eine Stiftung mit Beteiligung der Stadt soll bei der Finanzierung helfen. Doch deren Gründung liegt noch auf Eis. Denn nach Auskunft der Verbandsgemeindeverwaltung hat die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier die Kosten der Sanierung moniert. Infolgedessen sind sie noch einmal unter die Lupe genommen worden und werden erneut von der Behörde geprüft.
Sobald die Förderzusage vorliegt, soll die Stiftungsgründung vorangetrieben werden. Die Stadt rechnet mit einer 80-prozentigen Förderung des Landes. Sie will das Casino für kulturelle Veranstaltungen nutzen, außerdem können Privatleute die Räume mieten.

 




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