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Brücke wird zur Einbahnstraße

(Mülheim/Lieser) Eine Bauzeit von zwei Jahren und voraussichtliche Kosten von 1,2 Millionen Euro sind für die Mül heimer Moselbrücke kalkuliert. Die Arbeiten sollen im Sommer beginnen. Bislang ist vorgesehen, dass das Bauwerk während dieser Zeit zur einspurigen Einbahnstraße deklariert wird, die aus Richtung Wittlich aus passierbar ist.
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Mülheim/Lieser. Länger als ursprünglich erwartet hat sich der Baubeginn hingezogen. Doch in diesem Sommer soll es nun endlich losgehen: Die Mülheimer Moselbrücke, eine wichtige Verbindung zwischen Hunsrück und Eifel sowie zur Mosel, wird, wie mehrfach berichtet, grundlegend saniert. Der für 2012 vorgesehene Baubeginn hatte sich verschoben, weil die Baustoffe der Brücke untersucht werden mussten.

Schäden am Beton


Unter anderem wurde geprüft, ob der damals verwendete Stahl ermüdet ist, was aus wirtschaftlichen Gründen Abriss und Neubau hätte bedeuten können. "Eine solch umfangreiche Sanierung bedarf intensiver Vorbereitungen", erklärt Hans-Michael Bartnick, stellvertretender Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Trier.
An der 1968 errichteten Brücke hat der Zahn der Zeit genagt. Besonders betroffen sind die Gehwege. Einer wurde daher schon vor etlichen Monaten für Fußgänger gesperrt (der TV berichtete). Gravierend sind vor allem Schäden am Beton, rostige Konstruktionen und Korrosion am Entwässerungssystem sowie Risse im Überbau. Abdichtungen und Wasserableitungen sowie Beläge müssen in jedem Fall erneuert werden. Außerdem laufen derzeit noch Untersuchungen, ob die Lager, auf denen die Fahrbahn aufliegt, eher ausgewechselt oder neu eingestellt werden sollten.
Entsprechend hinziehen werden sich die mit 1,2 Millionen Euro kalkulierten Arbeiten. Die voraussichtliche Bauzeit beträgt zwei Jahre. Vorgesehen sind zwei Bauabschnitte: ab diesem Sommer beziehungsweise ab dem Frühjahr 2014 jeweils bis in den Herbst. Während der Bauarbeiten wird die Brücke zur einspurigen Einbahnstraße.
Von Wittlich kommend soll die Brücke bis auf kurzzeitige Vollsperrungen passierbar sein. Vom Hunsrück aus soll der Verkehr über die Brücken von Minheim und Bernkastel-Kues umgeleitet werden.
Allerdings hofft der Ortsgemeinderat Mülheim gerade in diesem Punkt auf eine andere Lösung - zumindest während der Zeit der Traubenlese. Die längeren Transporte würden die Winzer sehr belasten, begründet Ortsbürgermeister Friedhelm Leimbrock. Die Verbandsgemeinde bemühe sich daher bereits um ein Gespräch mit LBM-Leiterin Edeltrud Bayer.
Für die Ortsgemeinde Lieser, ebenfalls unmittelbarer Anlieger, sind die Probleme weniger gravierend. Der auf Lieserer Moselseite gelegene Brauneberg wird vorwiegend von Brauneberger und Mülheimer Winzern bewirtschaftet.
Ortsbürgermeister Friedhelm Leimbrocks Kollege Gerhard Stettler hofft aber dennoch wie die Mülheimer, dass es gelingt, eine "für alle tragbare Lösung zu erarbeiten".

 


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