region/mosel
aus unserem Archiv vom 06. Dezember 2004
Autor: Von unserer Mitarbeiterin
MARITA BLAHAK
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Das Abenteuer Kunst gemeinsam bestehen

BERNKASTEL-KUES. Auf große Resonanz stieß die Ausstellung der heimischen Gruppe "Quadriga BKS". "Gemeinsam statt einsam", war immer das Motto des Künstler-Vierergespanns. Gemeinsam sahen sich auch in der Akademie Kues Kunstliebhaber, Weggefährten und Freunde der Künstler die Exponate an. Kein Platz blieb leer, ganz im Gegenteil: Stühle mussten hinzugestellt werden.

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"Zum ersten Mal stellt die Quadriga, 32 Jahre nach ihrer Gründung, gemeinsam hier aus", bemerkte Theresa Spies in ihrer Begrüßung. Johannes Maria Dietz, einzig noch lebendes Mitglied der Gruppe, Bert Dörr, Theo Grumbach und Josef Junk - später trat Georg Kern dazu -  schufen in zwei Jahzehnten Werke, die durch ihre Vielfalt über die Moselgrenzen hinaus bekannt geworden sind. Gmeinsam im Verbund der Quadriga, aber jeder für sich mit individueller Feder beim künstlerischen Schaffen -  so präsentiert sich auch die ausgestellte Sammlumg mit 40 Exponaten ganz unterschiedlicher Techniken, Arbeits- und Ausdruckweisen.

Grundstein für die ersten Kulturwochen gelegt

"Ihr Ziel ist es, das Abenteuer der Kunst, jeder auf seine Weise gemeinsam zu bestehen", zitierte Hermann-Josef Esser in seiner Laudatio die Selbtsaussage aus einem Katalog von 1978.

Die Künstler waren neben ihrem künstlerischen Schaffen auch rührig, wenn es um die Öffentlichkeitsarbeit in Sachen Kunst ging. Ein Jahr nach ihrem Zusammenschluss zur Quadriga gründete die Gruppe 1973 die Kommunale "Galerie 555" in der Vebandsgemeinde, und mit den Jahren wurde hier der Grundstein für die ersten Kulturwochen gelegt.

Esser stellte die Maler und ihre Kunst im einzelnen vor. Den Konstruktivismus, dem sich die Gemälde von Dietz in den letzten Jahren immer mehr zuwandten, die Natur in abstrakten Kompositionen des Bert Dörr, die expressiven und teils phantastischen Züge in den Bildern Grumbachs und die Absicht Georg Kerns, die Dinge des Alltags durch Umformung ins Bewusstsein zu bringen.

Peter Kremer sagte einst über die Quadriga: "Sie sind von keiner Kunstrichtung manipuliert, sind keiner Mode unterworfen. Sie haben ihren eigenen persönlichen Stil, wenngleich ein jeder auch auf seine Art das Lebensgefühl seiner Zeit ausrdrückt. Die Mitglieder der Quadriga sind Grenzgänger auf der schwebenden Linie zwischen Wirklichkeit und Traumgeschichten". Dabei war und ist die Poesie ihre künstlerische Lebensform, betonte Esser und schloss passend zu den Werken mit seelenverwandter dichterischer Poesie aus der Feder von Zeitgnossen der Maler seine Ausführungen.

Die Ausstellung dauert bis zum 25. Februar. Öffnungszeiten: montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung.



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