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Filmemacherin aus Bernkastel-Kues erhält Preis beim internationalen Sundance Filmfestival in den USA

(Bernkastel-Kues/Washington) Die aus Bernkastel-Kues stammende Dokumentarfilmerin Heidi Brandenburg hat mit ihren Film „When two worlds collide“ eine Auszeichnung beim international anerkannten Sundance-Festival in den USA erhalten.

01.02.2016
Hans-Peter Linz
„Ich bin jetzt wirklich sprachlos. Ich denke, wir alle sind das. Das hätten wir nicht erwartet!“ Heidi Brandenburg freut sich über die Auszeichnung beim Sundance-Festival in Utah (USA). Bei dem renommierten Independent-Filmfestival hat ihre Dokumentation „When two worlds collide“ den „World Cinema Documentary Special Jury Award for Best Debut Feature“ erhalten. Das ist eine Auszeichnung für die beste Nachwuchsarbeit. „Der Film ist sehr schön fotografiert, wir mochten die Darstellung der Landschaft und die Intimität, mit der die Personen gefilmt wurden,“ heißt es in der Begründung der Jury. 

„When two worlds collide“ hat Heidi Brandenburg gemeinsam mit Mathew Orzel und Taira Akbar gedreht. In dem Dokumentarfilm, der Spielfilmlänge hat, geht es um die Ausbeutung des Amazonas durch die Erdölindustrie. Brandenburg, die inzwischen in Washington DC lebt, hat dazu mit ihrem Team mehrere Monate in Peru verbracht. Die Dokumentation wurde mit mehreren Hunderttausend Dollar von der Ford Foundation unterstützt. 

Den Hauptpreis des Festivals hat das Sklaven-Drama „The Birth of a Nation“ gewonnen. Das Regiedebüt des schwarzen Schauspielers Nate Parker (36, „Non-Stop“, „Arbitrage“) dreht sich um die wahre Geschichte des Sklaven Nat Turner, der 1831 in Virginia einen Sklaven-Aufstand anführte. Das bewegende Drama gewann auch den Zuschauerpreis. 

EXTRA

Das Sundance Film Festival findet jährlich in Park City und Salt Lake City, Utah, statt. Es gilt international als wichtige Plattform für unabhängige amerikanische und internationale Produktionen. Seine Premiere hatte es 1978. Es wurde es von dem bekannten Schauspieler Robert Redford mitbegründet und unterstützt. Viele Regisseure verdanken ihm ihren Durchbruch, unter anderem Quentin Tarantino, Marc Foster oder Jim Jarmusch. Benannt wurde das Festival nach der Rolle des „Sundance Kid“ im Spielfilm „Zwei Banditen“, den Robert Redford spielte. 

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