aus unserem Archiv vom 30. April 2012
Traben-Trarbach. Mit vier weiteren Probetagen in Lösnich, Kröv, Enkirch und Traben-Trarbach bereiteten sich die Jugendlichen auf ihre Konzerte in der Heimat und während der Schweiz-Reise vor.
Das letzte Konzert an der Mosel bestritt das Jugendorchester am Ostersonntag in Kinheim, als es das Konzert der Winzerkapelle eröffnete. Schon am Dienstag danach machte sich das Jugendorchester auf den Weg in die Schweiz. Im Europapark Rust legten die Musiker einen Zwischenhalt ein, um dort zu musizieren. Auch der Spaß kam nicht zu kurz bei den anschließenden abenteuerlichen Achterbahnfahrten.
Während des Aufenthalts in der Schweiz war die Jugendgruppe in einem Selbstversorgerhaus bei Signau untergebracht und besuchte unter anderem das Bundeshaus in Bern, die Stadt Thun sowie eine Käsemacherei und eine Alphornfabrik. So konnten sich die rund 50 Jugendlichen ein Bild von der Schweiz und den besonderen Strukturen des Landes machen.
Ein besonderes Klangerlebnis war für das Orchester der Auftritt im Yehudi-Menuhin-Forum, wo man sich von der guten Akustik der Konzerthalle überzeugen konnte. Mit dem "Berner Marsch" als Zugabe verabschiedete sich das Jugendorchester unter Leitung des Schweizer Dirigenten Robert Sägesser.
Zuvor überzeugte das Orchester aber auch mit der Filmmusik aus dem "König der Löwen" sowie den Musicalmelodien aus dem "Phantom der Oper" das Publikum.
Werner Schmitt, langjähriger Direktor der Berner Musikschule Konservatorium, lobte das junge Orchester und bot ihm spontan einen Austausch mit einem Berner Jugendorchester an.
Ob und wie dieses Angebot in den nächsten Jahren angenommen werden kann, müssen nun die Vereinsvorstände entscheiden, denn die Jugendlichen äußerten den Wunsch, auch im kommenden Winter an einem Jomm-Projekt teilnehmen zu wollen.
Insgesamt war das Projekt ein voller Erfolg: Durch das Mitwirken in einem größeren Orchester, das stets in großer Besetzung proben konnte, haben sich alle Jugendlichen während der Projektphase weiterentwickeln können. Auch zwischenmenschlich sind die Teilnehmer der sechs beteiligten Musikvereine zusammengewachsen.
Um die Zeit bis zum nächsten Projekt zu verkürzen, will man sich anlässlich der Lösnicher Musiktage am 10. Juni noch einmal treffen. red