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Hund stirbt an ausgelegtem Giftköder

Ein schlimmer Fall von Tierquälerei beschäftigt die Polizei Bernkastel-Kues. Ein bislang Unbekannter hat im Moselvorgelände Lieser einen Köder mit hoch aggressiver Säure ausgelegt. Ein Hund nahm den Köder auf und verletzte sich schwer. Er musste eingeschläfert werden.

09.09.2009
Lieser. (red/sim) Erst gestern wurde der Polizei in Bernkastel-Kues ein schlimmer Fall von Tierquälerei mitgeteilt. Demnach wurde am Donnerstag, 3. September, in Lieser ein Hund durch einen Giftköder so schwer verletzt, dass er eingeschläfert werden musste. Nach Angaben der Polizei führte eine Frau aus Lieser ihren 16 Jahre alten Mischlingshund aus. Beim Umherlaufen nahm der Hund etwas in den Mund, um es zu fressen. Der Hund fing sofort an zu jaulen und wälzte sich vor Schmerzen auf dem Boden. Er hatte Schaum vor dem Maul und musste sich erbrechen. Die Frau eilte mit dem Hund zur Mosel, um sein Maul auszuwaschen. Dort stellte sie fest, dass der ganze Maulbereich des Hundes verätzt war, Verätzungen waren auch an den Füßen sichtbar. Sie brachte das Tier zu einem Tierarzt, der feststellte, dass dem Hund fast die ganze Zunge weggeätzt worden war. Der Hund konnte nicht mehr schlucken und musste eingeschläfert werden. Die Polizei geht davon aus, dass im Lieserer Moselvorgelände eventuell von einem Hundehasser ein Köder mit hochaggressiver Säure ausgelegt wurde. Da dieses Gelände, unmittelbar am Radweg gelegen, von vielen Hundehaltern aufgesucht wird und dort Kinder spielen, warnt die Polizei vor der Berührung umherliegender Gegenstände. Um noch in dem Gelände liegende Köder aufzufinden, hat die Bernkasteler Polizei gestern umgehend eine Absuche des Geländes in die Wege geleitet. Die Suche blieb allerdings erfolglos.
 

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