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Mehr Sterne für den Campingplatz in Bernkastel-Kues

(Bernkastel-Kues) Die Stadt investiert 751 000 Euro in die Sanierung des Campingplatzes am Kueser Werth. Dadurch soll der Platz höher eingestuft werden - und mehr Geld in die Stadtkasse fließen.

11.10.2017
Hans-Peter Linz
Bernkastel-Kues Der Bernkastel-Kueser Campingplatz ist in die Jahre gekommen. Seine Lage auf der kleinen Halbinsel an der Mosel am Kueser Werth ist nach wie vor beliebt. Aber das Gebäude und die Anlagen sind schon etwa 40 Jahre alt und sanierungsbedürftig. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Tourist-Information ein Gutachten in Auftrag gegeben. Das bot sich an, da der damalige Pachtvertrag zum Ende des Jahres 2016 auslief. Die Stadt, Besitzerin der Immobilie und des Geländes, hat daraufhin einen neuen Pächter gesucht und gefunden: Die Firma Knaus Campingparks, die rund 25 Campingplätze in Deutschland von Rügen an der Ostsee bis in die Region, darunter in Burgen und nun auch in Bernkastel-Kues, betreibt.

Wolfgang Port, Stadtbürgermeister von Bernkastel-Kues sagt: "Wir haben uns für die Firma Knaus entschieden, weil sie erfahren ist und mehrere Campingplätze in Deutschland betreibt."
Das Niveau des Campingplatzes soll durch die Sanierung von zwei auf vier Sterne angehoben werden. Deshalb soll der Platz nach der Renovierung neu zertifiziert werden. "Wir rechnen dadurch mit erhöhten Pachteinnahmen von bis zu 85 000 Euro," sagt Port. Bislang wurden 60 000 Euro Pachteinnahmen erhoben. Zudem setze die Knaus-Gruppe ohnehin ein höheres Niveau des Campingplatzes voraus, um ihn in ihr Angebot zu übernehmen. Die Stadt hat das Trierer Architekturbüro Leonhardt damit beauftragt, ein Konzept für die Sanierung des Campingplatzes zu entwickeln. Das Büro hatte bereits die Sanierung des Schützenhauses Bernkastel-Kues geplant.

Das Gebäude des Campingplatzes soll nun komplett überarbeitet werden. Die sanitären Anlagen werden neu gestaltet, die Hauptzufahrt wird überarbeitet, Lagerräume werden verändert, und auch die Wohnung des Campingplatzwartes soll umgestaltet werden. Dabei sollen die hohen Standards der Knaus Gruppe berücksichtigt werden. Das sei nicht leicht, da auf dem Grundstück kaum Reserven zum Ausbau vorhanden sind. Insgesamt sind für die Sanierung 751 000 Euro veranschlagt. Durch die höheren Pachteinnahmen könne das refinanziert werden. Die Arbeiten beginnen Anfang November und sollen während der Winterpause abgeschlossen werden. "Spätestens an Ostern 2018 wird der Platz wieder eröffnet", verspricht Stadtchef Port.