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Sickerwasser-Gutachten zur Hochmoselbrücke steht online

(Ürzig) Das vom geologischen Landesamt so vehement geforderte Gutachten zur Standsicherheit der 160 Meter hohen Hochmoselbrücke steht nun online. Sein Fazit: Die Standsicherheit des Hanges sei gesichert. Dossier zum Thema: Hochmoseluebergang

27.06.2014
Katharina Hammermann
Das 58 Seiten starke Werk sowie zahlreiche Tabellen und Grafiken sind auf der Seite des Innenministerium (Verkehr, Hochmoselübergang) abzurufen.

Das Fazit des für die Geotechnik am Hochmoselübergang zuständigen Büros Arcardis zu dem Gutachten des Büros HG für Hydrogeologie und Umwelt GmbH in Gießen lautete: Die Standsicherheit des Hanges ist gesichert (der TV berichtete).

Um herauszufinden, wie stabil der Untergrund ist, haben die Hydrogeologen zwei zusätzliche 80 und 100 Meter tiefe Messlöcher im oberen Hangbereich gebohrt. Drei Monate wurden Werte gesammelt und analysiert, dann erstellten Spezialisten eine Abbildung der Erdkruste. Entscheidend ist, ob Grund- und Sickerwasser das "inhomogene Gestein" - teils zerbrochener und zerriebener Tonschiefer - gefährlich ins Rutschen bringen kann.
Dazu wurde der schlimmsten anzunehmend e Fall durchgerechnet: drei Monate kontinuierlicher Regen mit einer monatlichen Niederschlagsmenge von 150 Millimetern pro Quadratmeter. Ein Experte spricht von einer "sehr überschaubaren" Wasserführung in dem betroffenen Gebiet. Die neuen Bohrlöcher wirken nun zudem als Drainagen. Das Gutachten empfiehlt eine konsequente Begrünung, da Pflanzen Wasser auffangen. Und es schlägt vor, die Wegseitengräben im oberen Hang mit Pflastersteinen auszukleiden, damit kein Regenwasser versickern kann.

http://isim.rlp.de/verkehr/oeffentlichkeits-und-buergerbeteiligung-bei-verkehrsprojekten/b-50-hochmoseluebergang/sickerwassergutachten/


Video: So entsteht der Hochmoselübergang