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aus unserem Archiv vom 06. September 2010
Autor: Von unserem Redakteur Clemens BeckmannOrt: Bernkastel-KuesDrucken  E-Mail

Steigerung erscheint kaum mehr möglich

Das Weinfest der Mittelmosel ist zu Ende. Die Bilanz fällt überschwenglich aus. Allerdings ist an den Haupttagen die Aufnahmekapazität nahezu ausgeschöpft. Es wird bereits über Lösungen nachgedacht.

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200 000 Besucher: Das war in den vergangenen Jahren die von der Polizei übermittelte Zahl beim Weinfest der Mittelmosel in Bernkastel-Kues. Diese Marke ist beim größten Fest der Region übertroffen worden. Heute, in den frühen Morgenstunden, ist es zu Ende gegangen. Wie berichtet (TV vom 6. September) wurden speziell am Samstag, aber auch am Sonntag, die bisherigen Tageshöchstmarken von jeweils etwa 80 000 Besuchern übertroffen. Auch an den übrigen Tagen (Donnerstag, Freitag, Montag) herrschte mehr Betrieb als in den Vorjahren.
 
"Es hat alles gepasst. Wir hatten tolles Wetter, die Umsätze haben gestimmt, es gab kaum Zwischenfälle", berichtet Stadtbürgermeister Wolfgang Port. Er habe mit vielen auswärtigen Besuchern gesprochen. Port: "Die waren voll des Lobes." Auch auf dem Rummelplatz und auf dem Kunsthandwerkermarkt am Kueser Moselufer, wo auch heute, Dienstag, noch Betrieb herrscht, gibt es zufriedene Gesichter. "Ich habe keine Klagen gehört", sagt Josef Zimmer, der als Generalunternehmer die beiden Plätze bestückt.
 
Das Fest hat dieses Jahr eine Dimension erreicht, die kaum noch zu steigern ist. Helmut Kaspar, Leiter der Polizeiinspektion Bernkastel-Kues, hat gegenüber dem TV darauf hingewiesen, dass an den Haupttagen (Samstag, Sonntag) die Aufnahmekapazität der Stadt fast erreicht ist - speziell, was das Fahrzeugaufkommen im engen Tal angeht.
 
Am Montag hat sich Kaspar, der seit 30 Jahren beim Weinfest im Einsatz ist, davon 15 Jahre als verantwortlicher Beamter, gleich mit Stadtbürgermeister Port kurzgeschlossen. Erstes Ergebnis: Es wird überlegt, ob bei Bedarf die Weinbergswege in Kues einseitig beparkt werden können. "Schließlich wollen wir niemanden abweisen", erläutert Kaspar. "Das ist eine Überlegung wert", sagt Josef Schmitz, Leiter des Ordnungsamtes der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues. Es müsse aber überprüft werden, welche Wege dafür geeignet seien.
 
Wenig Ärger gab es in diesem Jahr mit zerbrochenem Glas. Die Menge sei weit geringer gewesen als in den Vorjahren. Eine Diskussion über Flaschenpfand erübrige sich deshalb momentan, sagt Helmut Kaspar. "Es gab auch kaum Jugendliche, die zu viel Alkohol intus hatten", freut sich der Stadtbürgermeister über einen weiteren Aspekt.
 
Port und Barbara Jakobs (Mosel-Gäste-Zentrum) überraschten Kaspar beim Weinfestumzug mit einem Lebkuchenherzen und dankten ihm für seine Arbeit im Dienste des Festes.

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