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aus unserem Archiv vom 11. Juni 2012
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Traben-Trarbacher CDU-Stadtverband tiefer gespalten denn je

Schon seit Monaten vergiftet der Streit um den defizitären Traben-Trarbacher Wein-Nachts-Markt die politische Atmosphäre der Stadt Traben-Trarbach. Die Stadt und ihr ehemaliger Tourismuschef Matthias Holzmann kommunizieren nur noch per Anwalt und die CDU-Fraktion ist tief gespalten - vielleicht tiefer denn je.

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Mehr als 100 neugierige Zuhörer verfolgten am Montagabend eine Stadtratssitzung, in der das Thema erneut auf der Tagesordnung stand: Den Ratsmitgliedern war der Prüfungsbericht der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich zur Kenntnis vorgelegt worden.

Ihre Stellungnahmen wiesen überraschend viele Gemeinsamkeiten auf. Die Gravierendste: Als Erklärung für die zahlreichen Eskalationen der vergangenen Monate nannten sowohl SPD als auch FDP Machtkämpfe in der CDU.

Dass es innerhalb der CDU massive Probleme gibt, verdeutlichte auch die Rede der CDU-Sprecherin Jutta Schneider. Sie warf ihrem CDU-Kollegen Jürgen Römer und anderen Holzmann-Unterstützern vor, eine Kampagne angezettelt zu haben, die das Ziel verfolge, den Bürgermeister der Verbandsgemeinde und die Stadtbürgermeisterin (beide CDU) in Verruf zu bringen. „Worum es hier geht, sind handfeste Machtinteressen einiger weniger“, sagte Schneider und erntete sowohl Buhrufe als auch Applaus.

Zuletzt hatte die Traben-Trarbacher CDU mit einem rapiden Mitgliederzuwachs für Schlagzeilen gesorgt, da Römer und seine Kritiker jeweils Anhänger um sich geschart hatten.

Wer Schuld an dem rund 120.000 Euro hohen Defizit des Wein-Nachts-Marktes trägt, ist trotz des Prüfberichts weiterhin offen.

Die Kreisverwaltung hatte unter anderem kritisiert, dass der Stadtrat über manche Aufträge und deren Finanzierung erst entschieden habe, nachdem sie bereits vergeben waren. Die Ratsmitglieder verabschiedeten am Montagabend mit großer Mehrheit eine gemeinsame Reaktion von Stadt und Verbandsgemeinde, in der es unter anderem heißt, dass der Tourismuschef das Budget der Touristinformation verantworte, Aufträge bis 5000 Euro selbst vergeben dürfe und die Verwaltung erst von der Höhe der Rechnungen erfahren habe, als die Zahlungsanordnungen eingingen.



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