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aus unserem Archiv vom 20. Mai 2012
Autor: Winfried Simon Kommentare: Kommentare zeigen Ort: Kröv Drucken  E-Mail

Zwei Kröver Paare feiern eiserne Hochzeit

Das ist auch für den großen Ort Kröv außergewöhnlich. Gleich zwei Ehepaare feiern in diesen Tagen das seltene Fest der eisernen Hochzeit.

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Kröv. "Es war ein schöner Maientag", erinnern sich Thomas und Mathilde Hermes an ihren Hochzeitstag am 21. Mai 1947. 65 Jahre sind seitdem vergangen. Heute feiert das Ehepaar eiserne Hochzeit. Thomas Hermes ist 91 Jahre alt, Mathilde, geborene Thielen, 89 Jahre.
Als junger Mann musste er wie alle aus seinem Jahrgang in den Krieg. Nach dieser schlimmen Zeit begann er, als Winzer sich eine Existenz aufzubauen.
Thomas Hermes war in jüngeren Jahren rege am Kröver Vereinsleben beteiligt. Als junger Mann tanzte er in der Winzertanzgruppe, über 50 Jahre war er aktiver Sänger im Winzerchor, und er engagierte sich außerdem im Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes.
Beide erfreuen sich heute noch recht guter Gesundheit. Gerne trinken beide nach getaner Arbeit ein Gläschen Wein. Mathilde Hermes rezitiert gelegentlich aus Schillers Glocke oder Goethes Zauberlehrling und trägt gerne Frühlingsgedichte vor. Das Ehepaar bekam vier Kinder - einen Sohn und drei Töchter. Dazu gesellten sich vier Enkelkinder und vier Urenkel.
Einen Tag länger sind Walter und Irmgard Weißkopf verheiratet. Gestern war bereits ihr großer Tag, den sie im Familienkreis feierten. Ebenso wie die Eheleute Hermes bewirtschafteten die Weißkopfs bis ins Rentenalter einen Weinbaubetrieb. Walter Weißkopf war zudem viele Jahre Weinkommissionär, das heißt, er kaufte bei den Winzern für Großkellereien Fasswein auf.
Bis ins hohe Alter war der heute 89-Jährige sportlich aktiv und spielte regelmäßig Tischtennis. Als junger Mann turnte er an Reck und Barren und spielte Handball. "Das hat mich fit gehalten", sagt der rüstige Jubilar. Ehefrau Irmgard engagierte sich in der örtlichen Frauengemeinschaft. "Sie war eine gute Winzerin, und sie hätte auch eine gute Gärtnerin gegeben", sagt Walter Weißkopf über seine Frau.
Es gab gute und schlechte Zeiten, aber beide haben das Leben genossen und sind regelmäßig in Urlaub gefahren. Dabei haben sie fast alle Länder Europas gesehen. Walter Weißkopf stand bereits vor sieben Jahren groß im Trierischen Volksfreund. Er erzählte von seiner abenteuerlichen drei Wochen dauernden Flucht 1945 aus der Tschechei in die Heimat nach Kröv.
19 Jahre war er damals alt, die mutige Flucht rettete ihn womöglich vor der Kriegsgefangenschaft in Sibirien. Zu den zahlreichen Gratulanten zählen zwei Söhne, drei Enkel und sechs Urenkel.




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