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aus unserem Archiv vom 16. September 2011
Ort: VeldenzKommentare: Kommentare zeigenDrucken  E-Mail

Reise mit Akkordeon und Cello in mythische Klangwelten

Zwei Musikerinnen mit Akkordeon und Cello haben 70 Zuschauer auf Schloss Veldenz auf eine Reise in die Tiefe der Zeit mitgenommen. Das Konzert hat im Rahmen des Mosel Musikfestivals stattgefunden.

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Veldenz. Akkordeon und Cello - wie passt das zusammen? Im Rittersaal von Schloss Veldenz überzeugten sich 70 Zuschauer, dass diese beiden Instrumente hervorragend miteinander harmonieren. Die gebürtige Triererin Frederike Dany am Cello und die Neubrandenburgerin Silke Lange am Akkordeon begleiteten die Zuhörer auf eine Reise in die Tiefe der Zeit. Nach kurzen einführenden Solostücken führten die beiden Musikerinnen die Zuhörer in die mythische Klanglandschaft des zeitgenössischen japanischen Komponisten Toshio Hosokawa.
Lange Klänge, unterbrochen von kurzen Zupfern an den Cellosaiten, zauberten in dem alten Rittersaal eine spannende, beinahe bedrohliche Stimmung. Dabei nahm Lange mit ihrem Akkordeon die Cellotöne von Dany auf, führte sie fort, bis sich die Klänge der beiden Instrumente vereinigten und dann wieder trennten, um mit dem akustischen Landschaftsgemälde fortzufahren. Zum Repertoire der beiden Musikerinnen gehört mit der Sonate für Viola da Gamba, deren Part Lange mit dem Akkordeon spielte, und Cello von Johann Sebastian Bach ein barockes Stück und zwei Tangos von Astor Piazzola. Speziell den Grand Tango, bei dem Piazzola Einflüsse von Bach mit verarbeitete, boten Lange und Dany leidenschaftlich und gefühlvoll dar. So ungewöhnlich die Kombination der beiden Instrumente erscheinen mag, so fantastisch präsentierten die beiden Musikerinnen die Stücke und begeisterten die Zuschauer.
Dabei entsprang das Duo eher einem Zufall: Als der Burgherr und Initiator des Konzerts, Gilbert Haufs-Brusberg, bei Dany wegen eines Konzerts nachfragte und diese erfuhr, dass kein Klavier als Begleitung zur Verfügung steht, testete sie mit Lange die Möglichkeit des Zusammenspiels von Cello und Akkordeon. Offenbar erfolgreich: Zur Vorbereitung auf das Konzert in Veldenz, das im Rahmen des Mosel Musikfestivals am Vorabend des Tags des offenen Denkmals stattfand, sind die beiden mehrmals zusammen aufgetreten. Passend zum Rahmen des Konzerts im alten Veldenzer Schloss sorgten Gastgeber Haufs-Brusberg und seine Helfer in historischen Gewändern und Ritterrüstungen für die Bewirtung.
Die Zuhörer waren von der gelungenen Aufführung sehr angetan. Marta Mann, die aus Riegenroth bei Rheinböllen zum Konzert nach Veldenz angereist war, lobte die musikalische Leistung der beiden Musikerinnen im Rittersaal. "Die Musik passt toll zum Ambiente", sagte sie. cst




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