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aus unserem Archiv vom 20. April 2009
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Aktenzeichen bleibt ungelöst

Die Suchaktion mit den Mantrailern genannten Spürhunden, die die individuelle Spur eines Menschen verfolgen können, hat der Polizei keine neuen Hinweise auf den Verbleib von Walter Klein gebracht. Für viele Experten keine Überraschung: Nach 18 Monaten hätte keine realistische Chance bestanden, eine Spur zu finden.
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Oberlascheid. (ch) Walter Klein aus Oberlascheid (Eifelkreis Bitburg-Prüm) bleibt spurlos verschwunden. Auch die Hoffnung, mit speziellen Spürhunden, sogenannten Mantrailern, neue Hinweise zu gewinnen (der TV berichtete), hielt nur kurz vor. An mehreren Stellen in Richtung belgischer Grenze hatten die Hunde angeschlagen. Daraufhin überprüften Experten von der Kriminalpolizei diese Orte - ohne Erfolg. Keine Hinweise, keine neue Spur von Walter Klein. Der Rentner, der am 17. Februar 71 Jahre alt geworden wäre, bleibt unauffindbar. "Es war für uns eine Möglichkeit, einen Schritt weiter zu kommen", bilanziert Reinhard Rothgerber vom Polizeipräsidium Trier.
 
Ein Erfolg der Suchaktion wäre auch eine Sensation, wenn nicht ein Wunder gewesen. Das zumindest sagt Experte Thomas Baumann, der früher bei Interpol als Polizei- und Diensthund-Spezialist gearbeitet hat und dabei Standarts zur Spürhundarbeit mit anderen Fachleuten entwickelt hat. "Das ist hanebüchen", sagt Baumann. "Dass Mantrailer nach 18 Monaten noch etwas aufspüren können, ist wissenschaftlich widerlegt." Der Erfolg eines Mantrailers hänge von extrem vielen Faktoren ab, etwa dem Wetter und der Bodenbeschaffenheit, die dazu führen können, dass eine Spur schon nach wenigen Tagen für die Hunde nicht mehr auffindbar sei. "Schon nach 36 Stunden sind menschliche Hautschuppen dermaßen zersetzt und deformiert, dass die Spur kaum noch verfolgbar ist", sagt Baumann. "Die Hunde sind sehr gut, aber zaubern können sie nicht", sagt auch Joachim Robert von einer Hundeschule in Longuich (Kreis Trier-Saarburg). Bis zu drei Tage alte Spuren seien noch gut zu verfolgen, bei optimalen Bedingungen könnten es bis zu zwei Wochen sein, so die Experten. Aufseiten den Polizei reagiert man gelassen. Man habe die Mantrailer aufgrund von Empfehlungen anderer Dienststellen eingesetzt. Zu den Akten kommt der Fall aber laut Rothgerber nicht: "Wir ermitteln weiter."


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