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Bitte entscheiden Sie sich

Während viele in diesen Tagen noch die Gräber ihrer Angehörigen besuchen, der Verstorbenen gedenken und vielleicht auch die ruhigen, nachdenklichen Stunden genießen, ist offensichtlich schon eine andere Zeit angebrochen. Kinder und Erwachsene marschieren mit bunten Laternen durch die Straßen und erinnern an den heiligen Martin.

11.11.2017
Eine weitere Gruppe tanzt und schunkelt zu fröhlicher Musik in die Karnevalszeit oder genießt vielleicht ein interessantes Konzert. Ganz schön viele Angebote für ein Wochenende.
Die im privaten Rahmen stattfindenden Verpflichtungen und Vergnügen noch gar nicht mitgezählt. Da fällt es manchmal schon schwer, abzuwägen und sich zu entscheiden. Die Entscheidung für eine Sache bedeutet bei zeitgleichen Angeboten auch immer die Entscheidung gegen zumindest eine Alternative. Täglich stehen wir, bewusst oder unbewusst, in allen Lebensbereichen vor dieser Herausforderung.
Sich für etwas zu entscheiden und konsequent dabei zu bleiben, bedeutet auch, nicht einfach alles laufen zu lassen, wie es läuft, sondern einen aktiven Beitrag zu leisten, unser Handeln danach auszurichten. Manchmal tue ich mich mit Entscheidungen ganz schön schwer. Das Abwägen von Für und Wider kann ein recht langwieriger und schwieriger Prozess sein. Später melden sich noch Bedenken ob die getroffene Entscheidung richtig war.
Allzu leicht drängen sich, vor allem wenn Schwierigkeiten auftreten, die zuvor abgelehnten Optionen wieder ins Bewusstsein. Gut, dass es Menschen wie den hl. Martin als Vorbild gibt. Er hat aus der Situation heraus konsequent entschieden und auch gehandelt. Anders fünf der zehn jungen Frauen, von denen wir im Evangelium (Mt. 25, 1-13) hören.
Sie entscheiden sich zwar, an der Hochzeit teilzunehmen, sind aber recht gedankenlos und handeln nicht im Einklang mit ihrer Entscheidung. Am Ende steht die Enttäuschung. Das Fest findet ohne sie statt. Ich wünsche Ihnen ein sicheres Gespür, um gute Entscheidungen zu treffen.

Hildegard Cremer,
Pfarrei Schönecken