region/pruem

Große Baufortschritte an Nimstal-Residenz

Nachfrage nach Altenwohn- und Pflegeheimplätzen in Schönecken ist ungebrochen

(Schönecken) Kaum eine Gemeinde hat in den nächsten Monaten so viele und so große Projekte auf der Agenda wie Schönecken. Doch während das neue Altenwohn- und Pflegeheim große Baufortschritte macht, sind beim Gemeindehaus und dem Ferienpark im Nimstal noch einige Planungsschritte notwendig, ehe sie umgesetzt werden können.

21.07.2011
Christian Brunker
Schönecken. Die "Nimstal-Residenz", das neue Altenwohn- und Pflegeheim in Schönecken, nimmt langsam Gestalt an. Im März dieses Jahres war mit dem Bau begonnen worden, nun sind die ersten Mauern hochgezogen. Die spätere "T"-Form des Gebäudes lässt sich erahnen. "Das macht wunderbare Fortschritte", sagt Ortsbürgermeister Matthias Antony. "Und von den Wohnungen sind bereits jetzt alle bis auf drei verkauft." Das habe ihm der Investor kürzlich mitgeteilt. "Von daher können wir sicher sein, dass das ein Erfolg wird."
Insgesamt sind in dem Gebäude 20 Eigentumswohnungen untergebracht. Im Erdgeschoss ist eine Einrichtung des Saarländischen Schwesternverbands untergebracht, die 37 Pflegeplätze bietet (der TV berichtete). Darüber hinaus ist eine Arztpraxis vorgesehen. Mitte 2012 soll das fünf Millionen Euro teure Projekt fertig sein.
Wenn alles wie geplant funktioniert, soll dann in unmittelbarer Nachbarschaft die nächste Großbaustelle im Burgflecken eingerichtet sein: der Neubau der Markt- und Kulturhalle hinter dem Alten Amt. Die Differenzen mit dem Landesrechnungshof, der Einsparungen bei dem rund zwei Millionen teuren Vorhaben eingefordert hatte, sind beigelegt, derzeit arbeiten die Architekten an den neuen Plänen. "Die Statik ist jetzt endlich durch", sagt Antony. Nur kleinere Änderungen hätten bei den Plänen vorgenommen werden müssen, so ist beispielsweise der Eingang in die Halle wegen zusätzlicher Säulen nur noch rund vier Meter breit. Für Antony aber kein größeres Problem.
Damit könne in zwei bis drei Wochen ein neuer Bauantrag eingereicht werden, sagt Antony. Die Architekten werden nun die genauen Kosten für die einzelnen Bereiche von den Fundamenten bis zur Dachkonstruktion überprüfen und sie wiederum an die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier und den Landesrechnungshof weiterleiten. Indes soll aber die Suche nach einem Pächter für die geplante Gastronomie in der Halle intensiviert werden.
Eher auf der Stelle tritt im Moment das dritte Schönecker Großprojekt: der geplante Campingplatz mit Badeteich im Nimstal in Richtung Nimsreuland. Das Bitburger Planungsbüro Isu arbeite weiter daran, sagt Antony. Dort sollen neben dem Campingplatz mit 200 Stellflächen auch 40 Ferienhäuschen, 80 Mobilwohnheimen und ein Badeteich entstehen, das sehen zumindest erste Planungen vor. Bis zu 1000 Gäste könnten dort unterkommen (der TV berichtete). In einem ersten Schritt wird geprüft, ob der Ferienpark an dieser Stelle nach dem Raumordnungsplan zulässig ist. Dieser legt fest, wie bestimmte Flächen genutzt werden dürfen.
Ein Campingplatz im Nimstal ist nach Auskunft des Büros Isu demnach grundsätzlich möglich. Knackpunkt ist jedoch ein benachbarter landwirtschaftlicher Betrieb, der sich erweitern will. Zusätzliche Emissionen von Lärm oder Geruch könnten dann den Park doch verhindern. "Wir müssen erst wissen, was da gebaut werden soll", sagt Antony. Aber er zeigt sich zuversichtlich, dass auch dieses Problem gelöst werden kann.