Eine Gruppe von Jugendlichen, die mit einem Karnevalswagen unterwegs waren, sollen am frühen Dienstagabend in Olzheim (Eifelkreis Bitburg-Prüm) den Hitlergruß gezeigt und "Sieg Heil"-Parolen skandiert haben. Empörte Anwohner alarmierten die Polizei, die ermittelt nun gegen die Gruppe.
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(red) "Das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ist auch zu Karneval verboten und überhaupt nicht lustig." Mit diesen Worten kommentiert die Polizei Prüm ihre Mitteilung zum Vorfall in Olzheim: Bewohner des Dorfes hatten sich gemeldet, weil eine Gruppe junger Leute „Sieg Heil“ skandierte und gemeinschaftlich den Hitlergruß zeigte.
Die Gruppe war nach Angaben der Polizei mit ihrem Motivwagen auf dem Heimweg nach einem Karnevalsumzug in Belgien und stoppte gegen 19 Uhr kurz in Olzheim, um einige Leute abzusetzen, als einer der Teilnehmer - so Zeugenaussagen - das Mikrofon in die Hand nahm und zu lauter Techno-Musik „Sieg Heil“ ausrief. Die Gruppe habe dabei mitgemacht.
Als die Polizei eintraf und die Personalien feststellte, wollte keiner was davon wissen. Gegen die zehn vor Ort angetroffenen jungen Leute im Alter zwischen 13 und 21 Jahren aus der Region – bis auf einen nicht strafmündigen 13-Jährigen – leitete die Polizei Prüm Ermittlungsverfahren ein wegen Verdacht des Verstoßes gegen § 86 a StGB (Strafgesetzbuch, "Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen").
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