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Mit Spaß für die Gemeinschaft

Am Ende hatte der Park die Nase vorn: Bei der Entscheidung über die Sieger des ersten Bürgerwettbewerbs "Wir in Schönecken" gewann die Gruppe, die sich die Verschönerung des Parks entlang der Nims auf die Fahnen geschrieben hat. Doch dank zusätzlicher Spenden ging keine der insgesamt sieben Gruppen leer aus.

06.01.2011
Von unserem Redakteur Christian Brunker
Schönecken. Einiges hat sich im vergangenen Jahr in Schönecken getan. Manches davon ist Resultat des erstmalig ins Leben gerufenen Bürgerwettbewerbs "Wir in Schönecken" (der TV berichtete), mit dem Ortsbürgermeister Matthias Antony dem ehrenamtlichen Engagement in seiner Gemeinde einen Schub geben wollte - was eindeutig gelungen ist.
 

100 Helfer beteiligten sich bei sieben Projekten


 

 
Insgesamt rund 100 Helfer in sieben Projekten haben sich angemeldet, von der Verschönerung des Parks über neue Ortseingänge bis zu einer Rampe für Skater reichte die Spannbreite. "Dass der Wettbewerb so eine überragende Resonanz finden würde, war vorher nicht abzusehen", sagt Antony. Besonders freut ihn die große Begeisterung, mit der die Menschen ans Werk gegangen sind. "Die Leute haben entdeckt, dass es viel Spaß macht, miteinander etwas für die Allgemeinheit zu machen und erlebt, dass man da auch viel zurückbekommt."
 
Nun sind die Sieger - nach einer geheimen Abstimmung im Gemeinderat - ausgezeichnet worden. Ursprünglich war geplant, dass die ersten drei Plätze mit 300, 200 und 100 Euro belohnt werden. Doch angesichts des großen Einsatzes der Menschen im Burgflecken haben sich die im Gemeinderat vertretenen Geschäftsleute Breuer-Koch, Schaal, Floss und Alff spontan bereit erklärt, weitere 400 Euro zu spenden, damit jedes Projekt mit mindestens 100 Euro belohnt werden kann.
 
Den ersten Preis gab es für das Projekt "Stadtpark". Dabei hatten sich eine Reihe von engagierten Bürgern zusammengetan und mit Hilfe des Bauhofs wild wachsende Bäume und Sträucher entfernt. Entstanden sind eine neue Boulebahn und neue Beetumrandungen. Die passenden Boulekugeln dazu können bei der Tankstelle Alff ausgeliehen werden.
 
Dazu pflanzte die Initiative Hunderte von Sommerblumen, Stauden und eine Hecke. Im Frühjahr soll dort ein buntes Blumenmeer wachsen, dazu wurden mehr als 2000 Blumenzwiebeln im Herbst eingepflanzt.
 
Den zweiten Platz belegte die Gruppe, die sich um den Eingang zur Schönecker Schweiz gekümmert hatte. Dort engagierte sich die Tanzgruppe "Highlight" und verschönerte einen verwilderten Grünstreifen mit neuen Pflanzen, ein Anwohner stiftete eine neue Bank und ein neu aufgestellter Findling weist an der Landstraße auf die Schönecker Schweiz hin. Für die Verschönerung des Geländes um die Grillhütte bekam die Junggesellensodalität schließlich den dritten Preis. In weiteren Projekten wurden eine Rampe für Skater gebaut, ein Hochzeitszimmer im Alten Amt eingerichtet, neue Ortseingangsschilder entworfen oder das Gelände um das neue Feuerwehrgerätehaus bepflanzt.
 

Vorbereitungen für neue Projekte laufen schon


 

 
Unterdessen laufen bereits die Vorbereitungen für die Neuauflage des Wettbewerbs in diesem Jahr. "Die ersten Projekte sind bereits gemeldet", sagt Antony. So wolle sich beispielsweise die Schule um den Busplatz kümmern, ein altes Wegekreuz soll restauriert und die Skaterrampe muss noch aufgestellt werden. "Wer engagiert ist, findet immer etwas, was noch zu verbessern ist", sagt Antony. "Das wird nie aufhören."
 
Meinung
 
Kleiner Ansporn, große Wirkung
 
Alle packen an für einen schöneren Ort - so war es gedacht, und so hat es funktioniert. Das zeigt wieder einmal, dass es die einfachen Ideen sind, die den größten Erfolg bringen. Ein kleiner Wettbewerb als Initialzündung kann schon genügen - ein Beispiel, dass auch in anderen Orten funktionieren könnte. Wobei man klar sagen muss: Überall gibt es bereits Menschen, die auch ohne Wettbewerb und Aussicht auf eine kleine Siegprämie einfach mit anpacken, wo helfende Hände gebraucht werden, die sich in ihrer Freizeit für ihre Mitmenschen engagieren. Meistens sind das keine großen Projekte, aber dabei macht die Summe der Kleinigkeiten den großen Gewinn an Lebensqualität aus. Egal nun, ob Wettbewerb oder einfach so: Wichtig ist, was hinten rauskommt - und das ist in beiden Fällen ein lebenswerteres Umfeld. c.brunker@volksfreund.de

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