Der Tote aus Mechernich, der auf einer Deponie im Rhein-Erft-Kreis gefunden wurde (der TV berichtete), ist mit einem Schuss in den Nacken getötet worden. In Kall wurde ein Projektil mit Opferspuren sichergestellt.
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Mechernich/Kall. Die mit der Ermittlung beauftragte Bonner Mordkommission und die Aachener Staatsanwaltschaft suchen fieberhaft nach weiteren Beweisen. Sie wollen weitere Fakten sammeln, die die Umstände des Todes des 32-jährigen Mannes aus dem Stadtgebiet Mechernich, der am Montag, 30. Januar, auf einer Bauschuttdeponie in Kierdorf gefunden worden war, aufklären.
Am Mittwoch bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Aachen, Peter Jansen, dass der 32-Jährige auf einem bebauten Grundstück im Kaller Gemeindegebiet getötet wurde.
Nicht sicher sei indes der Todeszeitpunkt. Es gebe aber inzwischen deutliche Hinweise darauf, dass der Mann bereits kurz nach seinem Verschwinden am 18. Januar durch einen Schuss in den Nackenbereich getötet worden sei. Inzwischen haben Mitarbeiter der Spurensicherung der Kölner Mordkommission laut Jansen auf einem Grundstück im Gemeindegebiet Kall ein Projektil gefunden, an dem Gewebespuren des Toten gefunden wurden. Mit welcher Waffe der 32-Jährige erschossen wurde, ist ebenfalls noch nicht geklärt. Man habe zwar ein Projektil auf dem Gelände gefunden und wisse auch, so Jansen weiter, dass zwei Schüsse abgefeuert wurden. Doch die Tatwaffe sei bislang nicht aufgetaucht. Wo sich der Leichnam befunden habe, bevor er zur Deponie im Rhein-Erft-Kreis gebracht wurde, sei ebenfalls noch nicht geklärt. Beamte der Bonner Mordkommission unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Werner Jüssen wollen jetzt klären, wo der Anhänger, auf dem das Opfer möglicherweise unter Bauschutt gelegen habe, untergestellt worden sei. Der Tatverdächtige, ein 45-jähriger Mann aus Kall, sei wenige Minuten nach dem Fund des Leichnams unweit der Deponie angehalten und festgenommen worden. Er habe sich laut Jansen bislang weder zur Tat noch zum Tathergang geäußert.
"Es gibt noch viele Fragen in diesem Fall", so der Aachener Staatsanwalt Peter Jansen weiter. Sein Kollege Wilhelm Muckel hat als ermittelnder Staatsanwalt die Akten gerade erst aus Köln übernommen, weil die Aachener Staatsanwaltschaft für die Verfolgung von Straftaten im Süden des Kreises Euskirchen zuständig ist.
Tatverdächtiger und Opfer hätten sich laut Jansen bereits länger gekannt. Nichts deute zurzeit auf eine Beziehungstat hin. Der Tathintergrund sei noch unklar. Allerdings gebe es Anhaltspunkte für Streitigkeiten vor einem finanziellen Hintergrund, sagte der Sprecher der Aachener Staatsanwaltschaft. Er erläuterte auch, warum der Haftbefehl gegen den 45-jährigen Tatverdächtigen nicht wegen Mordes erlassen worden sei.
Für Mord müssten bestimmte Merkmale zwingend erfüllt sein. So müsse neben Vorsatz auch Habgier, Grausamkeit oder Heimtücke nachgewiesen werden. Dies sei aber nach aktuellen Ermittlungsstand nicht der Fall. BZM
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