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Rekord bei Gießerei Ergocast: 77-Tonnen-Gussteil verlässt die Hallen

(Jünkerath) Maximal-Produkt aus Jünkerath (Landkreis Vulkaneifel): In der Eisengießerei Ergocast Guss GmbH hat das schwerste jemals in der Geschichte des Betriebs gefertigte Werkstück die Hallen verlassen: Das Gussteil wiegt 77 Tonnen.

06.12.2011
(fpl) Das rekordverdächtig schwere und große Gussteil wurde am Dienstagnachmittag verladen. Allein die Auskühlung habe fast drei Wochen gedauert, teilt das Unternehmen mit. Das Werkstück wird in die Niederlande geliefert – zur Weiterverarbeitung, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Norbert Lüling. Im Anschluss kommt es nach Luxemburg, um dort bei der Firma Laeis in eine große Presse eingebaut zu werden, die feuerfeste Produkte herstellt.

Die Jünkerather Hütte war im Jahr 1687 neu gegründet worden. Zwar habe es dort auch schon vorher Eisenverhüttung gegeben, sagt Ortsbürgermeister Rainer Helfen, „aber die war nicht industriell angelegt“. Das Unternehmen wechselte später mehrfach den Besitzer, gehörte im 20. Jahrhundert unter anderem lange Zeit dem Mannesmann-Demag-Konzern an und dann der niederländischen „Nimbus“-Gruppe, die die Umbenennung in Ergocast GmbH vornahm.

Nach einer Insolvenz im Frühjahr 2010 und dem neuerlichen Verkauf an eine Investorengruppe aus dem süddeutschen Raum und die Sparkassen-Beteiligungsgesellschaft SUBG in Aachen läuft der Betrieb mit etwa 200 Mitarbeitern inzwischen wieder gut. Die Auftragslage sei stabil, sagt Norbert Lüling.