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06.06.2011
Christian Brunker

Schönecker einigen sich mit Rechnungshof

(Schönecken) Die Differenzen zwischen der Gemeinde Schönecken und dem Landesrechnungshof wegen der geplanten Markt- und Kulturhalle sind beigelegt. Damit können nun die Planungen fortgesetzt werden. Läuft nun alles wie erhofft, kann im kommenden Frühjahr mit dem Bau begonnen werden.

Schönecken. Ein großes Projekt braucht kleine Schritte: Nur langsam geht es aktuell mit der neuen Markt- und Kulturhalle in Schönecken voran. Genau einen Tag lang hatte es vor einigen Monaten bereits die Baufreigabe für die rund zwei Millionen Euro teure Investition gegeben. Doch dann legte der Landesrechnungshof ein Veto ein, weil man das Gebäude als zu groß und vor allem zu teuer erachtete.
In der Folge hat das Architekturbüro Heck aus Irrel das Projekt abgespeckt, die Kosten um 163 000 Euro reduziert. Unter anderem fiel die ursprünglich geplante Empore dem Rotstift zum Opfer. Schließlich war man sich noch über die Hallenhöhe uneins. Der Landesrechnungshof wollte das Dach um rund 30 Zentimeter niedriger haben, um weitere Kosten zu sparen. Doch dann hätte eine neue Lösung für die Heizungsanlage gefunden werden müssen - weshalb auch nicht klar war, wie viel Geld damit eingespart worden wäre - wenn überhaupt. Die Schönecker sahen dies nicht ein und wehrten sich gegen die Dachabsenkung
Doch nun hat man sich offenbar geeinigt. Der Landesrechnungshof (LRH) habe die vor Ort gewünschte Dachhöhe schließlich akzeptiert. "Die Funktionsflächen bleiben erhalten, und auch die Saalgröße ist für 380 Besucher ausreichend", sagt Schöneckens Ortsbürgermeister Matthias Antony.
"Ich bin froh, dass wir das jetzt noch auf der allerletzten Rille hinbekommen haben." Für das Projekt gibt es eine Förderzusage des Landes von 1,16 Million Euro, die Gemeinde muss voraussichtlich rund 930 000 Euro finanzieren. Rund zehn Prozent der Baukosten sollen über private Spenden finanziert werden. "Es ist gut, dass die Differenzen jetzt beigelegt sind", sagt Aloysius Söhngen, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Prüm. "Denn es ist wirklich ein wichtiges Projekt für Schönecken." Doch bis hinter dem alten Amt wirklich gebaut werden kann, "wird es bis nach dem Schnee dauern", sagt Antony. Denn es ist noch einiges zu tun.
Nach der grundsätzlichen Zustimmung des LRH müssen die Pläne an die neuen Vorgaben angepasst werden. Erst danach kann ein neuer Bauantrag gestellt werden. Auf dieser Grundlage will der Landesrechnungshof detaillierte Kostenkalkulationen für die einzelnen Arbeiten - von den Erdarbeiten für die Fundamente bis zu den Zimmermannsarbeiten auf dem Dach.
Damit, so Antony, wolle der Landesrechnungshof sicherstellen, dass die Kosten wirklich im genehmigten Rahmen bleiben, "Aber unsere Zahlen wurden schon vier Mal gegengerechnet, zweimal vom Architekten und zweimal von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion. Daher haben wir die Sicherheit, dass sie auch diesmal bestätigt werden", sagt Antony. Läuft nun alles glatt, könnte im nächsten Frühjahr mit den Bauarbeiten begonnen werden. 2013 soll das neue Dorfgemeinschaftshaus dann fertig sein.

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