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Streit eskaliert in Büdesheim: 54-Jähriger schießt auf 38-Jährigen - Opfer lebensgefährlich verletzt

(Büdesheim) Die Polizei hat am frühen Freitagmorgen einen 54 Jahre alten Mann aus Büdesheim (Verbandsgemeinde Prüm) festgenommen. Er soll in der Nacht einem 38-Jährigen nach einem Streit in die Brust geschossen haben. Der Verletzte schwebt in Lebensgefahr.

12.02.2016
Fritz-Peter Linden
Ein Streit hat in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in Büdesheim (Verbandsgemeinde Prüm) in der Eifel zu einer schweren Gewalttat geführt. Beteiligt waren nach Angaben des Polizeipräsidiums Trier eine 20 Jahre alte Frau aus der Verbandsgemeinde (VG) Gerolstein, ihr 38-jähriger Lebensgefährte aus der VG Prüm und ein 54 Jahre alter Mann, der in der Büdesheimer Hauptstraße wohnt.

Wie das Präsidium am Freitagnachmittag mitteilte, hatten sich die Frau und ihr Freund gegen 23.15 Uhr am Donnerstag mit dem 54-Jährigen in dessen Haus getroffen. Die beiden, sagt der Leitende Trierer Oberstaatsanwalt Peter Fritzen, „wollten wohl ein Auto bei ihm abholen“. Dazu waren sie mit einem Traktor vorgefahren. 
Bei dem älteren Mann soll es sich um den früheren Lebensgefährten der jungen Frau handeln. Nach Stand der bisherigen Ermittungen gerieten er und die Frau während des Treffens in eine Meinungsverschiedenheit. Im Lauf der Auseinandersetzung habe der 38-Jährige zwischen den beiden anderen schlichten wollen. Der 54-Jährige habe dann „unvermittelt eine Waffe gezogen und auf den 38-Jährigen geschossen“. Der Mann habe einmal abgedrückt, sagt Peter Fritzen. 

Der 38-Jährige trug lebensgefährliche Verletzungen davon. Seine Freundin rettete ihn anschließend aus dem Haus, die beiden schafften es zu ihrem Traktor, fuhren weg und alarmierten die Rettungskräfte. Der 38-Jährige kam nach einer Erstbehandlung in ein Krankenhaus – wo, das war nicht zu erfahren. 

Eine Spezialeinheit der Polizei nahm den mutmaßlichen Schützen dann gegen 5.40 Uhr am Freitagmorgen in seinem Haus fest. Auch ein Anwohner hat die Vorgänge mitbekommen: Ihm seien kurz nach drei Uhr am Morgen auf seinem Weg zur Arbeit die Einsatzfahrzeuge aufgefallen, sagt er im Gespräch mit dem TV. Der 54-Jährige mutmaßliche Schütze ist der Polizei offenbar nicht unbekannt: Bereits vor einigen Wochen hatte er Besuch von den Beamten. Nach Angaben von Peter Fritzen habe es gegen den Mann bereits einmal ein Verfahren wegen unerlaubten Waffenbesitzes gegeben. 
Der 54-Jährige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier anschließend dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Trier vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl – wegen gefährlicher Körperverletzung und neuerlichen Verstoßes gegen das Waffengesetz.

 

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