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Streit um Bahnstrecke: Urteil steht aus

(Prüm/Gerolstein/Koblenz) Radweg oder Schienenverkehr? Im Streit um die Nutzung der stillgelegten Bahnstrecke zwischen Gerolstein und Prüm gab es am Mittwoch noch kein Urteil.

18.12.2013
Fritz-Peter Linden
Erneute Verhandlung vor dem Oberverwaltungsgericht in Koblenz zur stillgelegten Bahnstrecke zwischen Gerolstein und Prüm: Die Eigentümer, die Verbandsgemeinde Prüm und die Stadt Gerolstein, wollen auf der Trasse einen Radweg bauen. 

Dazu muss der 23 Kilometer lange Abschnitt vom Land Rheinland-Pfalz entwidmet werden. Dagegen aber klagte die Rhein-Sieg-Eisenbahn (RSE), die auf der Strecke wieder einen Schienenverkehr anbieten will (der TV berichtete).

In der Verhandlung am Mittwoch befasste sich das Gericht vorrangig mit einem Gutachten über die Wirtschaftlichkeit des RSE-Vorhabens. Laut Landes-Verkehrsministerium sollen die Betriebskosten etwa 1,5 Millionen Euro im Jahr betragen, die RSE kalkuliert mit 275 000 Euro. Der Gutachter kam hingegen auf einen Wert von annähernd 350 000 Euro.

Das Gericht schlug daraufhin vor, einen befristeten Betrieb für zunächst zwei Jahre zu gestatten. Die Vertreter des Ministeriums lehnten das jedoch ab. Ein Urteil gab es am Mittwoch noch nicht - es soll den beteiligten Parteien in den kommenden Wochen schriftlich zugestellt werden. fpl

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