region/pruem
07.10.2017

Lobenswerte Leistung

Ärztliche Versorgung Zu unserem Bericht "Ex-Chefarzt hält die Stellung" (TV vom 29. September) über Dr. Karl-Georg Hermans, ehemaliger Chefarzt der Chirurgie des Prümer St.

-Josef-Krankenhauses, der in Neuerburg die chirurgische Praxis in Nachfolge von Ingvo Müller weiter betreibt, schreibt dieser Leser:
Es ist schon eine lobenswerte Leistung, dass ein seit Jahren pensionierter Chefarzt wie Dr. Hermans die Stellung in Neuerburg hält - und sein Praktizieren von der Marienhaus GmbH gnädigerweise genehmigt wird. Dass ein grundsolides Krankenhaus überhaupt schlecht gerechnet wurde und bis heute keine greifbaren Lösungen angeboten wurden, zeigt, wie groß das Interesse der GmbH an unserer Region ist, in der die Menschen von Natur-, Saurier- und Windpark-Einkommen leben müssen. Warum sind die örtlichen Kreis- und Landespolitiker so schweigsam geworden, wenn es ums Neuerburger Klinikum geworden? In der Region kämpft man fast nur noch gegen Windmühlenflügel.
Warum wurde in Neuerburg nicht der Versuch unternommen - ähnlich wie in Prüm und St. Vith - ein grenzüberschreitendes Klinikum zwischen Neuerburg, Clervaux und Diekirch zu initiieren? Erst kürzlich bekam das Marienhausklinikum Bitburg-Prüm-Gerolstein einen Landeszuschuss von 1,5 Millionen Euro.
Mit dem Geld hätte man in Neuerburg sicher was bewirken können.
Vielleicht könnte die Kassenärztliche Vereinigung es arrangieren und ihre Zulassungsbestimmungen lockern, damit Neuerburg zum Alterspraxissitz weiterer pensionierter Ärzte umgenutzt wird, um so den Ärztemangel im Grenzraum ein wenig abzufedern?
Vielleicht wäre das auch eine Perspektive für andere Berufsgruppen: Zum Beispiel könnten pensionierte Polizisten und Zöllner auf freiwilliger Basis im Grenzgebiet einen Beitrag zur Bekämpfung der Einbrüche und des Drogenschmuggels leisten.