Eissporthalle oben ohne

Trier · Bürgermeister Georg Bernarding will morgen Abend im Stadtrat dafür plädieren, das marode Dach der Eissporthalle abzureißen und sie ab Oktober als Freiluft-Anlage weiterzubetreiben.

(rm.) An der 29 Jahre alten Eissporthalle in der Diedenhofener Straße nagt der Zahn der Zeit so unerbittlich, dass Bürgermeister und Sportdezernent Georg Bernarding jetzt die Notbremse zieht. „Es hat keinen Zweck, das marode Dach zu sanieren“, bestätigte er heute Nachmittag entsprechende TV-Informationen.

Die einzige Möglichkeit, die nächste Saison zu retten, bestehe darin, die Dachkonstruktion abzureißen und die Eissport-Anlage gewissermaßen „oben ohne“ weiterzubetreiben. Diesen Vorschlag, den er bereits heute den Fraktionschefs telefonisch angekündigt hat, will der CDU-Mann morgen in der Stadtratsitzung unterbreiten (17 Uhr, großer Rathaussaal).

Einwände erwartet Bernarding nicht: „Wir haben keine Wahl. Es ist Gefahr im Verzug.“ Stichproben an den lasttragenden Bindern hätten ein noch gravierenderes Schadensbild am Dach ergeben, als bislang angenommen. Die 2007 beschlossene Sanierung könne sich die Stadt getrost sparen: „Das ist völlig unwirtschaftlich.“

Die zur Verfügung stehenden 164.000 Euro will Bernarding lieber in den Abbau des Foliendaches investieren und gleichzeitig prüfen lassen, wie eine zukünftige Überdeckung der Eissportanlage aussehen könne: feste Konstruktion oder Zeltdach, mit oder ohne Photovoltaik-Anlage obendrauf?

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