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FWG, SPD und Grüne wollen unverzügliche Realisierung des Radwegs Prüm - Gerolstein abseits der Bahntrasse

(Prüm) Der Geduldsfaden ist gerissen: In einem gemeinsamen Antrag fordern die Freien Wähler (FWG), die SPD und die Grünen im Prümer Verbandsgemeinderat die unverzügliche Verwirklichung des Radwegs von Prüm nach Gerolstein – unabhängig vom Ausgang des Entwidmungsverfahrens für die ehemalige Bahnstrecke.

17.02.2010
Von unserem Redakteur Christian Brunker
Die nächste Sitzung des Prümer Verbandsgemeinderats am kommenden Dienstag, 23. Februar, (19 Uhr, Ratssaal der Verbandsgemeinde) verspricht spannend zu werden: Gemeinsam fordern FWG, SPD und Grüne die sofortige Umsetzung des Radwegs von Prüm nach Gerolstein und damit die Anbindung des Prümtalradwegs an die Kylltal- und die Maare-Mosel-Strecke. Angesichts der Schwierigkeiten mit der Freistellung der stillgelegten Bahnstrecke, die für einen Abbau der Gleise und die Umwandlung in einen Radweg notwendig ist, sei ein langwieriges Verfahren mit ungewissem Ausgang abzusehen. Daher soll die Verwaltung beauftragt werden, eine von der Bahntrasse unabhängige Strecke zu planen. Diese könnte über parallel verlaufende Wirtschaftswege geführt und damit auch besser in die Orte entlang der Strecke wie Schwirzheim, Gondelsheim oder Büdesheim integriert werden. Mit dem Vorstoß der drei Ratsfraktionen soll der jahrelange Stillstand beendet werden, betont die SPD-Fraktionsvorsitzende Barbara Hiltawski.

Knackpunkt der ganzen Geschichte ist indes die Kostenfrage. Denn ein paralleler Radweg würde teuerer als der Weg auf der bereits bestehenden Trasse, dazu kämen die Kosten für den Unterhalt der Bahnstrecke, wie auch immer diese zukünftig genutzt werden soll. Bereits vor zwei Jahren wurde über einen parallelen Radweg neben den Gleisen diskutiert, die Verwaltung schätzte damals die Mehrkosten auf mehr als eine Million Euro, daher sprach sich eine Mehrheit im Rat für den Radweg auf der Bahnstrecke aus. Es ist fraglich, ob sich daran was ändert, denn SPD, FWG und Grüne kommen zusammen nur auf 15 der 36 Sitze. Die CDU hat mit 19 Sitzen immer noch die absolute Mehrheit.

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