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Hermeskeil: Krankenhaus steht vor ungewisser Zukunft

(Hermeskeil) Wegen des seit längerem geplanten „Hochwald-Verbunds“ mit vier saarländischen Kliniken gibt es jetzt eine Diskussion um die Zukunft des Hermeskeiler Krankenhauses und Gerüchte über eine mögliche Schließung.

19.01.2010

(ax) Die Cusanus-Trägergesellschaft Trier (CTT) und die Marienhaus GmbH beabsichtigen, ihre Kliniken in Hermeskeil, Wadern, Lebach, Illingen und Weiskirchen/Losheim in einem Verbund zusammenzufassen und die medizinischen Leistungen der Einrichtungen aufeinander abzustimmen. „Bis Mitte 2010“, so die Geschäftsführer Bernd Molzberger (Marienhaus) und Thomas Thiel (CTT) sollen die ersten Ergebnisse für die spätere Ausgestaltung des „Hochwald-Verbunds" vorliegen. Derzeit würden verschiedene Modelle „ergebnisoffen diskutiert“.

Den Gerüchten über eine mögliche Schließung der St. Josef-Klinik treten die Trägergesellschaften auf Anfrage von volksfreund.de mit der Aussage entgegen, wonach „es ist nicht die Absicht des Trägers ist, dem Standort Hermeskeil eine akut-stationäre Versorgung vorzuenthalten“. Zu der im vorigen Jahr vom Hermeskeiler Krankenhaus-Direktorium getroffenen Aussagen, dass „alle Abteilungen, die bestehen, bleiben“, sagen Marienhaus und CTT heute, „dass sich gegenwärtig keine Garantien formulieren lassen, da der Prozess offen ist“.

Auf der kommunalpolitischen Schiene haben Stadtbürgermeister Udo Moser (BFB) und Verbandsgemeindechef Michael Hülpes (CDU) gegenüber volksfreund.de zwar darauf hingewiesen, dass nach ihrem Kenntnisstand das Krankenhaus Hermeskeil erhalten bleibe. Klar sei aber, dass „strategische Veränderungen beabsichtigt sind und wir uns mit Händen und Füßen gegen einen Abbau der medizinischen Versorgung in Hermeskeil wehren werden“.

Die Gerüchte um die mögliche Schließung des Hermeskeiler Krankenhauses haben am Montagabend auch den Kreisauschuss Trier-Saarburg beschäftigt. In der Hermeskeiler St. Josef-Klinik gibt es 181 Betten für Patienten, die aus einem circa 35000 Einwohner zählenden Einzugsgebiet kommen. Es sind dort insgesamt 312 Menschen beschäftigt.