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Nürburgring startet durch

(Mainz) Das Land strukturiert das aus dem Ruder gelaufene Projekt „Nürburgring 2009“ grundlegend um. Das Management wird an die international agierende private Lindner-Hotelgruppe abgegeben. Die weitgehend landeseigene Nürburgring GmbH zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück.

02.12.2009
(fcg) Ministerpräsident Kurt Beck und Wirtschaftsminister Hendrik Hering (beide SPD) stellten das mit Spannung erwartete Zukunftskonzept, das auf einem Gutachten der Wirtschaftsprüfer von Ernst&Young basiert, am Mittwoch vor. Demzufolge wird beim im Juli eröffneten Freizeit- und Geschäftszentrum künftig klar zwischen Besitz und Betrieb der neuen Immobilien getrennt.

Das Konzept sieht Folgendes vor:
  • Eine neue Betriebsgesellschaft, bestehend zu je 50 Prozent aus der Lindner-Gruppe und der Mediinvest GmbH des Düsseldorfer Projektentwicklers Kai Richter, übernimmt das operative Geschäft aller Anlagen, also zum Beispiel des „ring werks“ inklusive der noch nicht betriebsbereiten Achterbahn, des „Boulevard“ mit der Erlebniswelt führender Autohersteller oder der Veranstaltungshalle „ring arena“. Verantwortlich zeichnet Jörg Lindner. Minister Hering hofft auf Synergieeffekte und Kostenvorteile durch das Management aus einer Hand.
  • Die weitgehend landeseigene Nürburgring GmbH und die bisherige Projektgesellschaft MSR GmbH fungieren künftig als reine Besitzgesellschaften für die Grundstücke und Immobilien.
  • Die Betriebsgesellschaft zahlt Pacht an die Besitzgesellschaften. Deren Pachteinnahmen werden laut Hering so hoch sein, dass Zinsen und Abschreibungen für die Baukosten von mehr als 300 Millionen Euro erwirtschaftet werden können.
  • Die bisherige übergangsweise Finanzierung der 300 Millionen Euro aus dem Liquiditätspool des Landes wird endgültig geregelt. Sie erfolgt komplett durch Darlehen zu marktüblichen Konditionen der Investitions- und Strukturbank. Steuergelder werden laut Beck und Hering „nicht eingesetzt“.
  • Walter Kafitz, seit 1994 Hauptgeschäftsführer der Nürburgring GmbH, wird abgelöst. Sein Nachfolger wird der bislang für Finanzen zuständige Hans-Jürgen Koch.

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