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Sturm in der Region: Unwetter, Stromausfall, Flugumleitung

(Bitburg/Trier/Neuwied) Heftige Windböen haben am Mittwochnachmittag für umgestürzte Bäume in der Region gesorgt. Zudem waren tausende Haushalte zeitweilig ohne Strom. Ein Flieger über Luxemburg musste nach Frankfurt/Main umgeleitet werden.

14.07.2010
(har/dpa/red) Das Gewittertief "Olivia" ist am Mittwoch über Rheinland-Pfalz, das Saarland und Nordrhein-Westfalen hinweg gezogen. Umgestürzte Bäume hatten im Eifelkreis Bitburg-Prüm Stromausfälle zur Folge. In Irrel, Eisenach, Ferschweiler, Menningen (VG Irrel), Philppsheim, Spangdahlem, Beilingen (VG Speicher), Dudeldorf und Gondorf (VG Bitburg-Land) sowie in Habscheid (VG Prüm) fiel der Strom gegen 18 Uh ganz oder teilweise aus. Nach Angaben des Energieversorgers RWE waren die letzten Haushalte gegen 20.45 Uhr wieder am Netz. Die Bäume hatten die an mehreren Stellen auf den Freileitungen gelegen. Generell wurden aus dem gesamten Kreisgebiet Bitburg-Prüm umgestürzte Bäume gemeldet.    

In Trier stürzten wegen des Sturms nach Angaben der Polizei Bauzäune und Bäume um. Ein Baum blockierte zeitweise die Nordallee, der Verkehr staute sich. Im Beutelweg in Trier-Nord stürzte ein Baum auf ein Motorrad; in Euren wurde ein Anhänger gegen einen Transporter geschleudert. Auch im Kreis Trier-Saarburg stürzten den Angaben zufolge Bäume um: So war die B 51 zwischen Taben-Rodt und Freudenburg blockiert. 
 
Ein Blitz schlug in eine Scheune in Roth bei Prüm ein. Den Brand hatten die Feuerwehren jedoch rasch unter Kontrolle, so wurde größerer Schaden vermieden. Außerdem wurde das Dauch einer Firma abgedeckt, die Polizei schätzt den Schaden auf 25.000 Euro.

In Luxemburg fielen ebenfalls nach Medienberichten etliche Bäume um. In Mitleidenschaft wurden auch Passagiere eines Fluges der luxemburgischen Luxair gezogen. Die Maschine war auf dem Weg von Frankfurt/Main nach Luxemburg, als es am späten Mittwoch Nachmittag von heftigen Turbulenzen erfasst wurde. Die 31 Passagiere und 4 Besatzungsmitglieder blieben aber nach Aussage der Fluggesellschaft , von ein paar leichten Prellungen abgesehen, alle unverletzt. Das Flugzeug vom Typ Q400 hatte seinen Landeanflug auf Luxemburg wegen Windböen abbrechen müssen, als es von einer heftigen Sturmböe erfasst wurde. Da die Wetterlage eine sichere Landung in Luxemburg nicht mehr zuliess, und auch keine schnelle Aussicht auf Besserung absehbar war, entschloss die Besatzung, nach Frankfurt zurückzufliegen.
In Neuwied riss der Sturm bei einer Jugendfreizeit ein Zelt mitsamt drei jungen Frauen weg. Dabei erlitt eine 20-Jährige schwere Verletzungen an der Wirbelsäule und an der Schädelbasis, wie die Polizei in Koblenz am Donnerstagmorgen berichtete. Die beiden anderen jungen Frauen kamen mit leichten Verletzungen davon.

 In saarländischen Losheim hinterließ eine Windhose auf 500 Metern Breite eine Schneise der Verwüstung. Etwa 30 Häuser seien abgedeckt worden, hieß es bei der Polizei in Saarbrücken. Herumfliegende Teile beschädigten ein Dutzend Autos.

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