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Trier: ADD verfügt landesweites Sammlungsverbot gegen Altkleider-Sammler

Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), zuständig für die landesweite Spendenaufsicht in Rheinland-Pfalz, hat dem Verein Club für Behinderte in Brasilien e.V. mit Sitz in Frankfurt am Main und dem gewerblichen Sammler, der das Ganze abwickelt, Altkleidersammlungen in Rheinland-Pfalz mit sofortiger Wirkung untersagt. Es können noch Rechtsmittel gegen die Verbotsverfügung eingelegt werden.

10.01.2008
Der 1999 in Frankfurt am Main gegründete Verein Club für Behinderte in Brasilien e.V. lässt in seinem Namen bundesweit gewerbliche Altkleidersammlungen durch beauftragte Textilunternehmen vornehmen. "Aufgrund einer Vielzahl von Beschwerden über die Durchführungder Sammlungen (Nichterreichbarkeit der Sammler, unerlaubtes Abstellen von Sammelkörben, Anzeigen wegen Eigentums- und Vermögensdelikten, irreführende Handzettel) sowie erheblicher Zweifel an einer karitativen Verwendung der Lizenzerlöse aus der Verwertung der Altkleider hat die ADD eine umfassende Überprüfung vorgenommen", heißt es in einer Pressemitteilung.

Da nach dem Ergebnis dieser Überprüfung bei Sammlungen im Namen des Vereins trotz mehrfacher Aufforderung durch die ADD
nicht die Gewähr ordnungsgemäßer Sammlungen bestehe und der Verein zudem keine zweckentsprechende Verwendung angemessener Erlöse aus den Altkleidersammlungen für den beworbenen Zweck nachgewiesen habe, dürften ab sofort in Rheinland-Pfalz keine Sammlungen mehr im Namen des Vereins vorgenommen werden.

Verstöße gegen dies Sammlungsverbote hätten Zwangsgelder zur Folge. Nach eigenen Angaben hat sich der Verein zwischenzeitlich aufgelöst und wurden die Sammlungen in seinem Namen bereits eingestellt. "Sollten weiterhin Altkleidersammlungen im Namen des Club für Behinderte in Brasilien e.V. in Rheinland-Pfalz erfolgen , bittet die ADD in Trier um sofortige Mitteilung. Um Verwechselungen mit Vereinen ähnlichen Namens zu vermeiden, bittet die ADD um eine genaue Beachtung und Benennung des Vereinsnamens inklusive der Ortsbezeichnung", heißt es weiter.

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