Wann wird man zum Zeugen? Und welchen Wert hat eine Zeugenaussage? Das sind Fragen, mit der sich die Treveri Basketball AG und die Staatsanwaltschaft Trier im Zuge der Unterschriften-Affäre befassen. Im Gespräch mit dem TV gab der TBBAufsichtsratsvorsitzende Ralph P. Moog gestern nun erstmals die Namen von Zeugen preis.
Es handele sich um Geschäftsstellenleiter Bernd Haasenritter und Mitarbeiterin Diane Roelofsen. Tags zuvor hatte Moog bei der Pressekonferenz verkündet, es gebe zwei Zeugen im Zusammenhang mit den Vorwürfen der Unterschriften-Fälschung, aber keine Namen genannt (der TV berichtete). Die Zeugen hätten gegenüber der Staatsanwaltschaft ausgesagt. Diese Aussage überraschte den Leitenden Oberstaatsanwalt Jürgen Brauer: „Wenn es Entlastungszeugen gibt und sie bekannt sind, frage ich mich, warum man nicht namhaft macht. Ich hätte es begrüßt, wenn man mit uns gesprochen hätte. Wir werden weiter sehr sorgfältig ermitteln.“
Laut Moog hat Haasenritter vor zwei Wochen seine Zeugenaussage gemacht und gestern das Protokoll unterschrieben. AugenzeugenFür die Staatsanwaltschaft scheint Haasenritters Aussage keine allzu große Relevanz zu haben. Moog verweist darauf, dass er selbst nie von „Augenzeugen“ gesprochen habe: „Ich sprach von Zeugen-Aussagen – und die gab es auch.“ Dass es aber offensichtlich keinen Zeugen gibt, der bestätigen kann, dass Ex-Spieler Brian Brown eigenhändig eine Gehaltskürzung unterschrieben hat, steht im Widerspruch zu einer Aussage von Hermeling. Der frühere Geschäftsführer der TBB GmbH hatte am 22. Juli auf TV-Anfrage schriftlich bestätigt: „Die vorliegende Unterschrift stammt zweifelsfrei von Brian Brown. Er hat das Dokument vor Zeugen unterschrieben.“ Moog sagt: „Diese Aussage von Hermeling war mir nicht präsent.“
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