Eigentlich können die Pflegeheime in der Region zufrieden sein. Im Schnitt wird ihre Arbeit bei dem seit einem Jahr existierenden Pflege-Tüv mit 2,3 bewertet. Damit liegen sie im Landesdurchschnitt der bisher überprüften Heime. Auch die ambulanten Pflegedienste in der Region schneiden mit 2,3 ab. Bundesweit liegt der Notendurchschnitt in der stationären Pflege bei 1,9 und im ambulanten Bereich bei 2,1. Allerdings sind gerade ein Drittel der Heime in Rheinland-Pfalz und knapp die Hälfte der ambulanten Pflegedienste überprüft worden.
Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) beurteilt nach 82 verschiedenen Kriterien und vergibt Noten von eins bis fünf. Auch die Heimbewohner werden befragt. Auffallend: In vielen Heimen wird die Versorgung von Wundliege-Geschwüren oder die Ernährung als schlecht bewertet, trotzdem erhalten sie insgesamt ein Gut.
Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Malu Dreyer kritisiert den Pflege-Tüv. Die Noten seien nicht geeignet, die Pflegequalität abzubilden. „Es muss sich schnell etwas bei der Bewertung ändern“, sagte Dreyer unserer Zeitung.Die Krankenkassen haben am Donnerstag zugesagt, die Qualitätskontrolle zu verbessern. Altenheime, die schlecht beim Wundliegen abschneiden, sollen keine guten Gesamtnoten mehr bekommen können. Das überarbeitete System könnte zum 1. Januar 2011 starten. Grundsätzlich, so die Einschätzung der Kassen, habe sich der Pflege-Tüv aber bewährt.
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