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aus unserem Archiv vom 27. August 2009
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Nürburgring: Baukosten explodiert

Das am 9. Juli eröffnete Freizeit- und Geschäftszentrum am Nürburgring wird am Ende deutlich mehr als 300 Millionen Euro gekostet haben. Ursprünglich waren 215 Millionen kalkuliert. Externe Wirtschaftsprüfer sollen nun untersuchen, warum die Baukosten explodiert sind und wer dafür möglicherweise die Verantwortung trägt.

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(fcg/us) Was der TV bereits vor einigen Wochen berichtet hat, bestätigte nun Wirtschaftsminister Hendrik Hering im Wirtschaftsausschuss des Landtags. Das Mega-Projekt der weitgehend landeseigenen Nürburgring GmbH unterteilt sich in eine öffentliche und eine vorgeblich private Seite. Vorgeblich privat deshalb, weil von den Investitionen über 115 Millionen Euro der Mediinvest GmbH aus Düsseldorf 85 Millionen Euro über die Landestochter RIM GmbH finanziert wurden.

Die Nürburgring GmbH kommt ihrerseits auch nicht mehr mit den 185 Millionen Euro aus, die zuletzt genannt wurden. Diese Summe werde überschritten, sagte Minister Hering. Nach der gescheiterten Privat-Finanzierung, über die am 7. Juli Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) gestolpert war, soll nun herkömmlich über Bankkredite finanziert werden.

Die Kosten für die vermeintlich schnellste Achterbahn der Welt, die am Ring entsteht, schnellen ebenfalls hoch - von rund 9,8 Millionen auf rund 10,4 Millionen Euro netto. Diese Nachricht teilt das Wirtschaftsministerium dem FDP-Abgeordneten Günter Eymael jetzt auf Anfrage mit, ohne aber die Kostensteigerung zu begründen. Plus Mehrwertsteuer werden für den Ringracer also etwa 12,3 Millionen Euro fällig.

"Frühestens Ende September" kann der Ringracer starten, wenn sich denn der Defekt an der Abschussvorrichtung beheben lässt. Aber auch dabei ist das Ministerium noch vorsichtig: Nach einem TÜV-Gutachten geht es davon aus, "dass eine Reparatur möglich ist". Einnahmeausfälle für den Stillstand in der Hauptsaison kann es aber nicht beziffern.




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