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aus unserem Archiv vom 08. September 2010
Ort: Berlin/TrierDrucken  E-Mail

Regierung will alle Hausbesitzer zu Öko-Sanierungen zwingen

Die Bundesregierung will Hauseigentümer zum Sanieren verdonnern. Bis 2050 sollen alle Häuser so umgebaut sein, dass sie keine Wärme mehr abgeben und den Strom, den sie benötigen, selbst produzieren. Experten rechnen mit immensen Kosten für die Hausbesitzer.

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(wie) 160.000 Wohnhäuser gibt es in der Region. Ein Großteil davon ist deutlich älter als 20 Jahre und damit nicht unbedingt in Sachen Energiesparen auf dem neuesten Stand. Deren Besitzer müssen in den nächsten Jahren vermutlich tief in die Tasche greifen. Das Energiekonzept der Bundesregierung sieht vor, dass bis 2050 alle Wohngebäude in Deutschland so gut isoliert sind, dass sie im Idealfall die Wärme, die sie verbrauchen, selbst produzieren. Wärme- und Stromversorgung sollen durch Öko-Energien übernommen werden.

Zunächst sollen bis 2020 alle am schlechtesten isolierten Gebäude saniert werden. Bis 2050 sollen alle Wohngebäude in Deutschland zu sogenannten Null-Emissions-Häusern werden. Sie dürfen dann kein CO2 mehr ausstoßen.

Der Hauseigentümerverband Haus und Grund schätzt, dass die Sanierung eines in den 70er Jahren gebauten Einfamilienhauses mit 120 Quadratmetern Wohnfläche mindestens 70.000 Euro kostet. Um ein Haus auf den geforderten Null-Emissions-Standard zu bringen, seien sogar 140.000 Euro fällig. Der Verband spricht von einer „Attacke auf die Eigentumsfreiheit“. Stefan Ahrling, Vorstand der Trierer Wohnungsbaugesellschaft GBT, kann sich nicht vorstellen, wie die Bundesregierung Eigentümer zur Sanierung zwingen will. 3500 Wohnungen gehören der GBT, zwei Drittel davon sind laut Ahrling älter als 20 Jahre. Zwar seien sie in Sachen Energieeffizienz auf dem neuesten Stand, aber nicht auf Null-Emissions-Standard.

Der Mieterbund rechnet damit, dass die Kosten der Eigentümer auf die Mieten umgelegt und diese steigen werden. GBT-Chef Ahrling bezweifelt das: Man könnte nicht alle Kosten auf die Mieter umlegen.


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