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aus unserem Archiv vom 09. September 2010
Ort: BitburgDrucken  E-Mail

Tödlicher Raser-Unfall in der Eifel: Staatsanwalt will Auto versteigern

Die Staatsanwaltschaft Trier hat zwei junge Männer angeklagt, die sich im März ein illegales Rennen in der Eifel geliefert und dabei den Tod eines 41-Jährigen verursacht haben sollen. Doch die Justiz geht noch einen Schritt weiter: Das Auto des Hauptbeschuldigten wird möglicherweise eingezogen.

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(neb) Es ist ein Fall, der Signalwirkung haben könnte für all jene, die es mit der Straßenverkehrsordnung nicht so genau nehmen und dabei das Leben anderer Verkehrsteilnehmer gefährden: Voraussichtlich Ende Oktober müssen sich zwei junge Männer, 21 und 19 Jahre alt, vor dem Bitburger Amtsgericht wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung verantworten. Die Anklage wirft ihnen vor, sich im März auf der B.257 zwischen Bitburg und Wolsfeld ein illegales Rennen geliefert zu haben, in dessen Folge ein 41-jähriger Autofahrer starb und eine weitere Verkehrsteilnehmerin schwer verletzt wurde (der TV berichtete).

Ihre Führerscheine mussten die beiden Männer bereits abgeben, doch damit nicht genug: „Das Fahrzeug des Hauptbeschuldigten wurde beschlagnahmt, samt Fahrzeugschein und Schlüssel“, erklärt der zuständige Richter am Bitburger Amtsgericht, Udo May.

Hintergrund dieser Maßnahme ist ein Antrag der Staatsanwaltschaft Trier, das Auto des 21-jährigen Hauptbeschuldigten einzuziehen. Er soll mit einem riskanten Überholmanöver bei Wolsfeld den tödlichen Unfall verursacht haben und ist deswegen auch wegen vorsätzlicher Straßenverkehrsgefährdung angeklagt.

Sollte die Einziehung nach dem Gerichtsverfahren rechtskräftig beschlossen werden, wird der Golf des jungen Mannes versteigert, und der Erlös daraus fließt in die Staatskasse. Richter May, der die Beschlagnahme angeordnet hat, verspricht sich ein Signal vor allem für junge Raser: „Gerade junge Leute haben ein besonderes Verhältnis zu ihrem Fahrzeug. Die Maßnahme soll jedem zeigen, dass das geliebte Fahrzeug durch so ein Verhalten weg sein kann.“


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