Der Fragebogen „Dorftest“ war landesweit verteilt worden. 3600 Jugendliche im Alter zwischen 13 und 21 Jahren antworteten laut dem Jugendring. 75 Prozent von ihnen wohnen in Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnern.
Zwei Drittel der Jugendlichen verbringen der Umfrage zufolge ihre Freizeit überwiegend an ihrem Wohnort. Besonders oft treffen sie sich an öffentlichen Plätzen. Etwa 83 Prozent der Befragten nutzen die Angebote von Jugendverbänden. Ebenso viele Jugendliche bewerten die Arbeit der Jugendverbände besonders positiv, bei den älteren Jugendlichen sind es sogar 89 Prozent.
Mit steigendem Alter wächst aber auch die Unzufriedenheit. „Wenn man Jugendliche fragt, was sie in ihrer Gemeinde vermissen, steht ein Kino an erster Stelle“, sagte der Geschäftsführer des Städtetags Rheinland-Pfalz, Gunnar Schwarting. Oft sei es nicht möglich, auf öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen.
42,7 Prozent der Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren bewerten die Verbindungen mit Bus und Bahn negativ. Bei den 18- bis 21-Jährigen sind es sogar 51 Prozent. Im Kreis Mayen-Koblenz wird deshalb erwogen, ein „Jugendtaxi“ anzubieten. Die Idee: Jugendliche nutzen gemeinsam ein Taxi und bekommen dafür einen Zuschuss.
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