Ein Unwetter hat am Samstagnachmittag starke Überflutungen in der Region verursacht. Zahlreiche Feuerwehren und Helfer waren bis zum Abend mit Pump- und Aufräumarbeiten beschäftigt.
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Bernkastel-Kues/Lieser: (sve) Wasser-und Schlamm-Massen strömen die Straßen von Lieser hinunter, Keller und Höfe laufen voll, 100 Kubikmeter Geröll bahnen sich ihren Weg über die Hauptverkehrsstraße Richtung Bernkastel-Kues. Das Unwetter, das am Samstagnachmittag über der Region herrschte hat die Gemeinde Lieser erneut mit voller Wucht getroffen. Erst im vergangenen Jahr war die Feuerwehr bei einem Unwetter dort im Dauereinsatz.
Neben Lieser hieß es aber auch in Veldenz, Andel, der Stadt Bernkastel-Kues und anderen Gemeinden in der VG Bernkastel-Kues und in der VG Kröv-Bausendorf "Land unter".
Im Stadtteil Kues musste die Feuerwehr unter anderem in zwei größeren Einkaufsmärkten mit Pumpen den Wassermassen Herr werden. Die Landesstraße 47 zwischen Kues und Lieser war teilweise nicht mehr passierbar. Geröll und Schlamm aus dem Weinbergs-Steilhang hatte sich auf der Fahrbahn verteilt. An einer Stelle hatten sich rund 100 Kubikmeter Geröll über die Straße Verteilt. Liesers Ortsbürgermeister und Feuerwehr-Mitglied Gerhard Stettler schätzte, dass für den Abtransport der Schiefermassen "acht bis neun LKW-Ladungen" nötig seien. Der Verkehr kam dort Zeitweise zum Erliegen. Auch in der Ortsdurchfahrt von Lieser ging zeitweise nichts mehr: Die Kanalisaton konnte die Wassermassen nicht vollständig aufnehmen, die Moselstraße stand unter Wasser.
Die Aufräum- und Pumparbeiten in den Gemeinden zogen sich bis zum Abend hin. Hunderte Feueerwehrleute waren im Einsatz.
Kelberg: (HG) Sindflutartige Regenfälle und heftige Gewitter haben in Kelberg und Zermüllen am Samstagnachmittag zu vielen Kellerüberflutungen und zu Überschwemmungen von Straßen geführt. Die Feuerwehr Kelberg musste deshalb Keller auspumpen und Straßen von Schlamm und Schotter reinigen.
Gegen 16 Uhr begann das Gewitter und bescherte vielen überraschten Hauseigentümmern in Kelberg und besonders im Ortsteil Zermüllen nasse Füße und überschwemmte Keller. „Das Wasser kam wie ein Wasserfall den Berg herunter gelaufen. Ich habe sofort die Feuerwehr gerufen als ich sah, das es und in den Keller lief“, berichtet Anita Krämer aus Zermüllen. Auch Töchterchen Lena war total von den Socken angesichts der Regenmassen, die sich über dem Ort ergossen und sich von der Anhöhe zur B 257 herunter bewegten. „Sowas habe ich noch nicht erlebt“, sagte sie.
Die Feuerwehr Kelberg musste zu sieben Einsätzen ausrücken, wobei es sich überall um überschwemmte Keller und Straßen handelte. Haupteinsatzort war Zermüllen, wo das Wasser außer im Keller von Familie Krämer auch die Bundestraße 257 überflutete. Autos mussten an einigen tieferen Stellen, wo das Wasser auch Sand und Schotter vom Hang mitriss, durch fast 20 Zentimeter tiefe breite überflutete Stellen fahren. Die Feuerwehr sperrte den Verkehr und ließ die Autofahrer jeweils nur in einer Richtung die tiefen Stelle passieren und reinigte danach die Staße vom Geröll.
„Das war schon unheimlich, was hier herunter kam. Wir waren mit insgesamt 25 Mann im Einsatz“, berichtet Albert Berens, Wehrleiter der VG Kelberg. Die VG Daun kam glimpflicher weg bei dem Gewitter, hier gab es nur einen überfluteten Keller in Üdersdorf und durch einen Blitzeinschlag musste die Feuerwehr Mehren eine Kiefer am Observartorium Hoher List fällen.
Hermeskeil: (siko) Auch in Hermeskeil und in Schweich war die Feuerwehr mit Pumparbeiten beschäftigt. Binnen kurzer Zeit standen in verschiedenen Häuser einige Zentimeter Wasser in den Kellern. In Hermeskeil und in Gusenburg war die Feuerwehr mehrmals im Einsatz. Auch in Schweich und Issel gab es mit dem vielen Regen Probleme. In der Bahnhofstraße in Schweich war ein Teil der Straße überflutet. Auf der Autobahn bei Schweich war der Regen so heftig, das einige Autofahrer es vorzogen, auf dem Seitenstreifen zu warten, bis der Niederschlag etwas weniger wurde.
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